Hier sind Erfahrungen einzelner Saarloos Wolfhond Besitzer.

Alles was man hier liest habe ich von den Leuten unverändert reingesetzt. Es soll einfach helfen Den Saarloos  Wolfhond noch besser kennen zu lernen. Ich betone : Das ich mir von den Inhalten nichts annehme da ich sie nicht selber geschrieben habe !

 

9.Gesendet von: Sandra Angelini

Nach zweijähriger Wartezeit haben wir im Oktober 2000 endlich unseren ersten Saarloos bekommen.

Unser ganz besonderer Dank an die Züchter Jansen-Mangel, die uns unseren langersehnten Wunsch ermöglicht haben.

Obwohl ich die Verhaltensweise und die Karakterzüge der Saarloos kannte, habe ich viele interessante Entdeckungen machen können.

Zwischen einem Saarloos kennen und einen solchen Hund besitzen, besteht ein himmelweiter Unterschied.

Ich war sehr überrascht zu sehen, dass er auch ein kleiner Dieb ist.

Sobald er seine Nahrung heimlich zu sich nahm, war Sie schon längst verschlungen.

Beim Heranwachsen war er sehr herrisch. Während seinem ersten Lebensjahr gab es oft kleine Auseinandersetzungen, denn er musste lernen,

wer eigentlich sein wahrer Herr war. Nach einigen Wochen hat er es schliesslich akzeptiert.

Hinzu kommt noch, dass er sich sehr unabhängig zeigt, obwohl er auch oft sehr anhänglich ist.

Ich kann nur sagen, dass mein Hund sehr ausgeglichen wirkt, obwohl er oft seinen Kopf durchsetzten will.

Nach reiflichem Überlegen haben wir vor ungefähr 5 Monaten einen 2. Saarloos, genannt Lobo, in unsere Obhut genommen.

In den ersten Wochen waren wir sehr besorgt, denn wir befürchteten, dass Alpha seinen neuen Spielkameraden ausstossen würde.

Zu unserem Staunen teilte Alpha nicht nur sein Napf sondern auch sein Körbchen mit dem Neuankömmling.

Er ertrug es jedoch nicht, dass er seine Spielsachen gebrauchte oder zu viel Zuneigung erhielt.

Etwa 15 Tage später verbesserte sich die Situation allmählich, denn wir haben Alpha spüren lassen, dass sich unser Verhalten ihm gegenüber nicht geändert hatte.

Heute sind Alpha und Lobo die besten Freunde, die sich nur schwer trennen können. Alpha hat sich seit der Ankunft von Lobo

Zum Guten gewandt. Er ist ruhiger geworden und gehorcht besser.

Wo wir auch hingehen, Alpha nimmt Lobo in Schutz und bewahrt ihn vor jedem Unheil.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass wir unsere Hunde über alles lieben und sind überglücklich, dass wir uns für diese

Hunderasse entschieden haben.

Sandra Angelini

 

8.Gesendet von: HansWilliPertenbreiter@web.de

Keine Angst vorm Saarloos – eine ganz normale Hunderasse

 

Ich weiß, dass ich mir mit der Überschrift schon Feinde mache, aber wer Feinde hat, schätzt seine Freunde viel höher ein.

Aber das ist meine feste Überzeugung nach über einem Jahr mit einem eigenen Saarloos, dem kennen lernen vieler anderer Exemplare dieser Rasse und viele Jahre Erfahrung mit allen möglichen anderen Hunderassen.

Es ist schon merkwürdig, wenn man sich für eine Hunderasse entschieden hat, verschiedene Züchter anruft und einige davon die so genannten negativen Eigenschaften der Rasse hervorheben und mit der Frage enden: Wollen Sie sich das wirklich antun? Vielleicht ist das gar kein Hund für Sie?

Ich halte es für sehr sinnvoll, wenn die Züchter sich sehr genau ihre Welpenkäufer aussuchen, aber damit hatten diese Vorgespräche noch nichts zu tun. Zunächst versuchte ich so viele Informationen wie möglich über die Rasse zu bekommen und wenn man dann schon detailliert geschildert bekommt, wie schlimm diese Hunderasse ist und einem mehr ab- als zugeraten wird, fragt man sich schon: Wollen die unter sich bleiben und gar keine Welpen verkaufen. Und wenn die Rasse angeblich so viele Eigenarten hat, dann bietet doch die verantwortungsvolle Zucht die besten Möglichkeiten daran zu arbeiten.

Meine ersten Informationen bekam ich durch das „Hundeforum“, Ausgabe 1/2001. Thema war der Schäferhund und verwandte Rassen. Dazu gehörte auch der Saarloos, der mit eindrucksvollen Bildern vorgestellt wurde. Und das war’s dann auch. So ein Hund, sollte unser nächster sein.

13 Jahre hatten wir einen Bobtail, eine „Seele von einem Hund“, wie man so schön sagt. Aus Krankheitsgründen mussten wir ihn einschläfern und haben dann aus beruflichen Gründen ca. 1 ½ Jahre hundlos gelebt.

Schließlich konnten wir nicht wieder stehen. Nach langer Suche durch die Tierheime der Gegend fiel unsere Wahl auf einen damals 5-jährigen Deutschen Schäferhund. Ein Prachtexemplar von einem DSH, der sich sofort bei uns wohl fühlte und schon nach einem Jahr mit mir die Begleithundeprüfung ablegte.

Meine Frau, mein Sohn und ich sind berufstätig und Harley – so heißt der DSH – musste an mehreren Tagen in der Woche für ein paar Stunden alleine bleiben. Dies ging von Anfang an völlig problemlos. Alle Türen im Haus standen für ihn offen, es gab nie Beschädigungen oder Zerstörungen. Meine Freizeit war nur noch mit Harley vorstellbar, egal wohin es ging, Harley war immer dabei. Er ist ein souveräner Rüde der eine hervorragende Körpersprache und Gestik hat, eine relativ hohe Reizschwelle und keinerlei Aggression. Also: Ein idealer Partner für einen Zweithund.

Nach dem Lesen des Artikels im „Hundeforum“ ging ich auf Informationssuche. Per Internet, eMail und Telefon versuchte ich alles über den Saarloos zu erfahren. Die Rassebeschreibungen ließen einen schon zurückschrecken und hin und wieder bekam ich Zweifel, ob ich mich für die richtige Rasse interessierte. Heute sehe ich viele Aussagen die in dem Artikel standen und die auch jetzt noch im Internet stehen und von den sog. Liebhabern von sog. Wolfshunderassen hochgehalten und als rassespezifisch bezeichnet werden, als irreführend an.

Zum Beispiel die Aussage: Der Saarloos Wolfhund fühlt sich am wohlsten, wenn er einen Hund seiner eigenen Rasse zum Freund haben darf.

Mein Saarloos fühlt sich pudelwohl, wenn er mit dem gleichnamigen (Pudel) rumtobt oder mit einem Retriever oder mit einem Schäferhund oder mit seinem Lieblingskumpel – einer Bordeaux-Dogge. Und dies auch noch, wenn einige Saarloos mit dabei sind. Man muss den Saarloos natürlich auch mit anderen Hunderassen zusammen bringen, um diese Erfahrung zu machen.

Oder zum Beispiel die Aussage: Im Gegensatz zu vielen anderen Hunderassen sollte man diese schönen Tiere im Zweierpack anschaffen.

Wer ist nur auf diesen glorreichen Satz gekommen? Es ist vielleicht weniger Arbeit zwei Hunde zu halten, weil sich die beiden auch miteinander beschäftigen und der Mensch diese Aufgabe nicht übernehmen muss, aber dies gilt für fast alle Hunderassen. Wenn ich dem Saarloos genug Beschäftigung verschaffe und ihn viel mit anderen Hunden zusammen bringe, sehe ich überhaupt kein Problem auch einen Saarloos einzeln zu halten. Und warum kaufe ich mir einen Hund? Damit er sich mit einem anderen Hund beschäftigt?

Oder folgende Aussage: Bei kaum einem anderen Hund ist das ausgeprägte Sozialverhalten als Rudeltier auch heute noch derart präsent. In der Gruppe legen die Hunde dann untereinander eine Rangfolge fest. Der Besitzer sollte immer der „Anführer“ sein. Da ist schon ein erforderliches Maß an Erfahrung von Nöten, um die Erziehung der Hunde in die richtigen Bahnen zu lenken.

Das alles, trifft auf viele andere Hunderassen genauso zu. Es ist absolut kein Privileg des Saarloos. Ich habe schon Saarloos gesehen, die überhaupt kein ausgeprägtes Sozialverhalten hatten, weil sie keine ausreichende Welpenprägung mitbekommen hatten. Wenn der Besitzer bei einem Labrador oder Jack-Russell-Terrier nicht der Rudelchef ist, kriegt er mächtig Probleme. Gerade diese Aussage gilt für alle Hunderassen. Das gleiche trifft auf die angesprochene Erfahrung zu. Wer keine Hundeerfahrung hat, sollte sich sehr umfassend über das Verhalten von Hunden informieren, egal welchen Hund man sich zulegen möchte. Wer das nicht tut, wird bei fast allen Rassen böse Überraschungen erleben und eine tickende Zeitbombe als Partner haben.

Bei meiner umfassenden Information kam ich auch an eine Züchterin die zufällig noch zwei Junghunde abzugeben hatte. Und so verbanden wir ein verlängertes Wochenende mit einer Fahrt zur „Besichtigung“ dieser Hunde, denn meine Frau war überhaupt noch nicht davon überzeugt, dass sie so einen Hund haben wollte.

Klar waren wir von den Hunden begeistert – auch meine Frau – und eine Woche später hatten wir unseren Saarloos, der allerdings schon fünf Monate alt war. Aslan hieß er und heißt er immer noch und ist heute ein nicht mehr wegzudenkendes Familienmitglied. Er ist hellbraun (die Braunen sind die schönsten, hihihi), heute, nach 18 Monaten 68 cm hoch und hat auf Ausstellungen in der Jugendklasse bereits dreimal und in der offenen Klasse einmal ein SG 1 bekommen. Er ist Europa-Jugend-Sieger 2002 und Saarland-Jugend-Sieger 2002.

Am 1. Juni 2001 kam Aslan zu uns. Mit Harley gab es keine Probleme, nachdem Harley ihm klargemacht hatte, dass er beim Fressen keine Störung wünscht und er im übrigen auch nicht vorhat, seine Junior-Chef-Position (Wer ist der Senior-Chef?) abzugeben.

Nach drei Tagen war auch Aslan klar, die Toilette ist draußen und nicht im Wintergarten und auch nicht im Wohnzimmer. Dreimal am Tag geht es raus und schnell hatte er sich an die festen Zeiten gewöhnt und er löste sich relativ schnell, wenn er aus dem Auto war oder die erste Wiese sah. Autofahren ist im übrigen überhaupt kein Problem, weder im PKW noch im Reisemobil. Es wird nicht gesabbert, nicht gejault und Aslan steigt ohne Probleme ein und aus. Hier gibt es große Unterschiede bei den Saarloos. Es einfach auf die Rasse zu schieben, ist mir zu einfach. Auch bei diesem Problem gibt es wieder viele andere Hunde unterschiedlicher Rassen die auch ungern Autofahren, frag’ mal den Tierarzt, wie viel Medikamente gegen Reisekrankheiten er verkauft.

Nach 14 Tagen hab’ ich die lange Laufleine abgemacht und ihn frei laufen lassen. Die wichtigsten Kommandos waren ihm bis dahin schon geläufig und das Interesse an Kaninchen oder mal ein einzelnes Reh, das bei uns auftaucht, ließ sich unter Kontrolle halten. Harley wurde und wird immer wieder zum Spielen und Toben herausgefordert. Und das ist ein Punkt in dem wir uns sehr getäuscht haben. Wir waren davon ausgegangen, Harley würde sich über einen Spielkumpel freuen und mit ihm durch die Landschaft toben. Jetzt wissen wir, Harley ist überhaupt kein Spielhund. Er tobt zwar mit Aslan los, aber nicht zum Spielen, sondern um ihm klarzumachen, dass er dies nicht wünscht. Und so holt Aslan sich eine Abfuhr nach der anderen und nimmt es bis heute gelassen, dass er sich immer wieder auf den Rücken schmeißen muss, um seine niedrige Rangordnung zu demonstrieren.

Harley hat aber eine neue Aufgabe bekommen. Er ist noch aufmerksamer als vorher geworden und hat richtig die Kontrollfunktion über den „kleinen Scheisser“ übernommen. Aber ganz klar: Der Chef bin ich, für Aslan und auch für Harley.

Genau wie Harley wurde auch Aslan von uns überall hin mitgenommen. Ein Saarloos Besitzer hat mir einmal gesagt: Ein Saarloos gehört nicht in die Fußgängerzone. Meine Antwort: Ein Wolf gehört nicht in die Fußgängerzone, ein Saarloos schon. Und nicht nur das. Aslan geht in jedes Geschäft mit rein, wo nicht ausdrücklich an der Tür ein Verbotsschild hängt. Er geht auf jeden Markt mit, ob Trödel-, Weihnachtsmarkt oder Kirmes, ob Schützen- oder Straßenfest, ob Karnevalstreiben oder St. Martinszug. Eine Aussage in den vielen Rassebeschreibungen im Internet unterstütze ich voll und ganz: Der Saarloos will überall hin, wo sein Besitzer hingeht. Richtig! Und diesen Wunsch erfüllen wir unserem Aslan.  Dies hat nach meiner Überzeugung wesentlich dazu beigetragen, aus Aslan einen wesensfesten und NICHT scheuen Saarloos zu machen. Wer schon einmal auf einer Hundeausstellung in einer Messehalle war, kennt die enormen Umweltbedingungen die dort auf einen Hund einwirken. Aslan liegt direkt am Ring auf seiner Decke und schläft, bei allem Krach und Getöse. Es gibt Situationen da ist er zurückhaltend, abwartend, aber fast immer siegt auf kurz oder lang seine Neugier und er beschäftigt sich mit der Situation.

Selbstverständlich haben wir auch bittere Erfahrungen gemacht. Aslan ist mit Harley zusammen an mehreren Tagen in der Woche für einige Stunden alleine. Da kommt natürlich Langeweile auf. Und was tut da ein Junghund? Seine Zähne beschäftigen.

Es erfordert schon einige Überwindung und schauspielerisches Talent eine fröhliche Miene zu machen, wenn man nach Hause kommt und eine vor wenigen Stunden noch glatte Wandfläche auf einmal mittendrin ein zwei Zentimeter tiefes, 20 Zentimeter breites und fünf Zentimeter hohes Loch hat. Wohlgemerkt nicht mit der Pfote gekratzt, sondern mit den Zähnen reingebissen.

Oder der neue Weichholztürrahmen auf einmal neue Vertiefungen aufweist die nicht zu der gewünschten Struktur des Holzes gehören. Oder der tragbare CD-Player – den wir blöderweise nicht weggeräumt haben – ein wenig deformiert ist und sich zum Abspielen nicht mehr so gut eignet. Da ist man schon froh, dass nicht auch noch eine CD drin war, die dreißig Mark hat man gespart. Jetzt hör’ ich schon die Wolfshunde-Liebhaber: Das ist typisch Saarloos. Tut mir furchtbar leid, wenn ich mich jetzt noch unbeliebter mache, aber mit Verlaub gesagt: Das ist ein ziemlicher Quatsch. Diese „Zerstörungswut“ – die ja keine ist, es handelt sich hier um ein ganz normales Hundeverhalten – kommt bei allen Rassen vor. Ich kenn’ einen Labrador, der hat ein ganzes Doppelbett zerlegt – in 10 cm große handliche Teile. Wie viele Hunde zerlegen die Post, die durch den Briefschlitz geworfen wird? Wie viele Hunde schauen sich die Schuhe des Besitzers auch von der Brandsohle her an? Also bitte, es ist nicht Saarloos-typisch. Wenn ich einen Hund – vor allem einen jungen Hund - alleine lasse und kann ihn darauf nicht ausreichend vorbereiten, dann muss ich mit Opfer rechnen, beim Einen mehr beim Anderen weniger.

Vergesst Spray, vergesst Pfeffer, vergesst Senf, vergesst Spielzeug, alles Unfug. Diese Phase, war teuer. Es fing so mit 6-7 Monaten an und dauerte bis ca. 15 Monate. Das heißt, die letzten ca. vier Monate ist nichts Nennenswertes zerlegt worden. Das bedeutet nicht, dass in diesem Zeitraum die gesamte Wohnung zerkleinert wurde, nein, wir haben schon vorbeugende Maßnahmen durchgeführt: Hindernisse aufgebaut, die bei Berührung runterfallen, Barrikaden errichtet, also man wird schon sehr erfinderisch. Wohlgemerkt, wenn einer von uns zu Hause war, wurde nichts angerührt. Und Harley war an diesen Aktionen nachweislich nicht beteiligt, leider hat er sie auch nicht verhindert.

Mindestens einmal pro Woche gehe ich mit Aslan und Harley auf den Hundeplatz. Ich leite selbst die Gruppe „Fun with Dogs“ (im Internet gibt es darüber einen Bericht) in der beide Hunde aktiv mitmachen. Mit einem Satz kann man sagen, das, was wir dort tun, gibt dem Hund Selbstvertrauen, er lernt seinen Körper kennen und einschätzen und seine Intelligenz wird gefördert. Und davon hat der Saarloos – genau wie seine Urväter der Schäferhund und der Wolf – eine ganze Menge. Darüber hinaus ist Aslan dabei, wenn ich mit einer Begleithundegruppe arbeite. Er liegt dann friedlich in der Mitte der Gruppe und verhält sich ruhig bis Pause ist oder bis allgemeines Toben angesagt ist. Zusätzlich arbeiten wir, so wie Zeit ist, an den Agility-Geräten, die er bereits alle mit Bravour meistert. Ziel ist dabei natürlich irgendwann einen kompletten Parcours fehlerfrei zu absolvieren. Viele Hundebesitzer sprechen ja bereits von einem sog. Agility-Hund, wenn ihr Wauwau in der Lage ist, einige Hindernisse zu bewältigen, aber da geht es erst los. Ein Agility-Hund ist es erst, wenn er auch an einem Turnier teilnehmen kann und dabei die beiden Durchgänge einigermaßen fehlerfrei, möglichst noch in einer angemessenen Zeit geht. Auf den Turnieren, die ich bisher besucht bzw. bei denen ich die Auswertung vorgenommen habe, ist noch kein Saarloos aufgetaucht. Ich bin fest davon überzeugt, dass es geht.

Ich kann nicht oft genug betonen, einen Saarloos muss man erziehen und ausbilden – wie jeden anderen Hund auch. Wer das nicht tut, und sich den Hund nur anschafft, um einen wolfsähnlicheren Hund als die anderen Hundebesitzer zu haben, der hat keinen Saarloos verdient. In diesem Hund schlummert ein Riesenpotential – und ich  muss es noch mal betonen: Wie in vielen anderen Hunderassen auch. Und es ist unverantwortlich, es brach liegen zu lassen.

Und noch ein Fettnäpfchen in das ich reintrete: Wieso ist der Saarloos wolfsähnlich? Hat schon mal jemand gemerkt, wie schäferhundähnlich der Saarloos ist? Woher mag das wohl kommen?

Aslan heult, wenn der Krankenwagen vorbeifährt. Aslan bellt, wenn Menschen auf ihn zugehen, deren Stimme und Aussehen er bedrohlich findet - egal ob im Haus oder draußen. Er ergreift nicht die Flucht, er bleibt dabei stehen. Auch wenn fremde Geräusche z. B. an der Haustür zu hören sind, kann es durchaus sein, dass er früher als Harley anschlägt. Er ist im übrigen sehr aufmerksam und gleichzeitig sehr, sehr neugierig. Stadtgänge dauern deshalb schon mal etwas länger, weil ich ihm auch die Zeit gebe, sich mit allen akustischen, olfaktorischen, visuellen und auch taktilen Reizen auseinander zu setzen.

Natürlich hat er in Harley einen furchtlosen, selbstbewussten, souveränen Partner, der ihm hier und da auch vormacht wie es geht. Aber bitte: Hunde bilden sich nicht gegenseitig selbst aus. Da ist schon der Mensch gefragt. Und ich arbeite ständig daran, dass er mich auch als furchtlosen, selbstbewussten, souveränen Partner sieht, der fähig ist, dem Rudel das Überleben zu sichern.

Harley habe ich mit positiver Bestärkung und sehr viel Tellington-Touch zu einem angenehmen Begleithund und Partner gemacht. Bei Aslan habe ich genau so angefangen, habe aber seit etwa zwei Monaten ca. 90 % der Erziehung und Ausbildung auf Natural Dogmanship© umgestellt. Und siehe da, mein Saarloos konnte innerhalb von wenigen Tagen apportieren. Und mit apportieren meine ich nicht, irgendetwas ziellos in meine Nähe bringen und irgendwo fallen lassen. Nein, ich meine den Prey-Dummy auf Kommando (leider auch ein negativ besetzter Begriff) in meiner Hand ablegen und sich in den Unterordnungsbereich setzen. Oder den Prey-Dummy eine Strecke zu tragen, um dann wieder auf Kommando in den Unterordnungsbereich zu kommen und ihn in meine Hand zu legen. Wir arbeiten weiter daran, solange es dem Hund und mir Spaß macht. Und das macht jedem Saarloos Spaß.

Hier akzeptiere ich auch ein paar Eigenarten meines Saarloos, die ich nicht für die Rasse verallgemeinern würde: Es dauert schon mal ein bisschen länger bis man das Kommando von Herrchen ausführt. Ich lass’ ihm die Zeit. Und wenn der blöde Harley dazwischen läuft, muss man sich ja sowieso nicht beeilen. Soll man dann überhaupt noch ein Kommando ausführen? Auch die Zeit lass ich ihm. Wenn ich mit Aslan arbeite ist Harley bis auf wenige Ausnahmen dabei. Das ist nicht immer einfach und verlängert oft die Erfolgsaussichten. Aber auf kurz oder lang sehe ich die Fortschritte die Aslan macht und das ist mein Erfolgserlebnis.

Die Regel Nr. 1 in der Hundeerziehung und –ausbildung aller Rassen lautet: Traut eurem Hund ´was zu. Er kann mehr als ihr denkt.

Die Regel Nr. 2 in der Hundeerziehung und –ausbildung aller Rassen lautet: Geduld, Geduld, Geduld. Und dies gilt auch für den Saarloos.

Die Regel Nr. 3 in der Hundeerziehung und –ausbildung aller Rassen lautet: Konsequenz. Viele Menschen verwechseln leider Konsequenz mit Strenge, Gebrüll und Strafe. Das ist aber für keinen Hund geeignet. Moderne Hundeerziehung und –ausbildung - egal welcher der mittlerweile vielen Philosophien man angetan ist – arbeitet mit positiver Bestärkung. Dann macht auch einem Saarloos das Lernen Spaß. Was will man mehr?

Ob ich mir noch mal einen Saarloos zulegen würde?

Ich glaub’ schon. Für mich ist es eine reizvolle Aufgabe immer wieder die Intelligenz und das Potential des Hundes anzusprechen und zu fördern und zu sehen, wie viel Spaß es ihm macht zu zeigen, was er kann.

Und außerdem: Aslan ist einfach lieb! Harley auch!

Eine Empfehlung noch zum Schluss für alle, die sich zum Kauf eines Hundes entschlossen haben (dies gilt nicht nur für den Saarloos):

Rufen Sie viele, viele Züchter an. Besuchen Sie die Züchter - auch überraschend. Lassen Sie sich die Umgebung der Aufzucht zeigen (im Zwinger oder im Haus). Opfern Sie das Spritgeld für eine weite Anreise. Gerade bei seltenen Rassen gibt es halt nur wenige Züchter. Lassen Sie sich die Elterntiere zeigen. Wenn der Deckrüde nicht zum Zuchtzwinger gehört, lassen Sie sich die Adresse des Besitzers geben und erkundigen Sie sich dort über den Deckrüden. Lassen Sie sich die Papiere der Elterntiere zeigen - bestehen Sie darauf!!! Lassen Sie sich vom Züchter erklären, was er mit den Welpen bis zur 8. Woche (üblicher Abgabetermin) alles unternimmt, um die Sozialisierung und Prägung der Welpen so optimal wie möglich zu gestalten.

Und: Haben Sie Geduld. Wenn Sie auch nur die kleinsten Zweifel an der Aufrichtigkeit des Zuchtzwingers haben, suchen Sie weiter. Sie müssen dann etwas länger auf Ihren Traumhund warten, aber die nächsten 10 bis 15 Jahre wird er es Ihnen danken.

 

Wenn der Züchter es ehrlich mit seiner Aufzucht meint, hat er vollstes Verständnis für Ihre Fragen und berechtigte Neugier. Hat er kein Verständnis, seien Sie vorsichtig und überlegen Sie genau, ob es für Sie der richtige Partner ist.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit Ihrem Traumhund und freue mich, über Ihre Erfahrungsberichte.

 

© Hans-Willi Pertenbreiter

 

7.Gesendet von: roger.may@pandora.be

Soweit ich denken kann, hatte ich schon immer Hunde.
Zuerst 'Mechelse Herder' dann Deutsche Schäferhunde und später Deutsche Doggen.
1999 wurde ich Mitglied von 'De Belgische Saarlooswolfhonden vereniging' und
habe mich auf die Welpenliste eintragen lassen.
Zufällig, bei einem Treffen des BSVW habe ich Leute aus Deutschland getroffen
und so kam ich zu meinem ersten SWH.
Mann hatte uns gewarnt was für Probleme es geben könnte aber ich muss
ehrlichheitshalber gestehen dass das meiner Meinung nach, was Amun betrifft,
stark übertrieben war.
Wir haben bei der Erziehung nie echte Probleme gehabt, nicht anders als bei
den anderen.
Als Welpe war er schon heftiger in seinem Spiel aber er wusste ziehmlich schnell
wo die Grenze lag.
Zum Zeitpunkt als Amun kam, hatten wir noch einen 13-jährigen Zwergschnauzerrüden,
der sehr dominant und hart war. Er hat Amun auch ein bisschen erzogen.
Unser SWH wurde als Welpe 'Bench (Zwinger)-Training' beigebracht, obwohl
er nie alleine daheim bleiben musste.
Und mit der Stubenreinheit gab es auch nicht mehr Probleme als bei den
anderen Rassen.
Was die 'Zerstörungswut' oder den Zerstörungsdrang angeht, gab es auch keine
Probleme. Ich muss wohl dazu sagen, dass Amun NIE alleine war. Doch, einmal
und da hat er seine Leine , die mit im Aussenzwinger war, in 5 Teile zerlegt.
Im grossen und ganzen ist die Erziehung optimal gelaufen und haben wir einen
Hund der perfekt zu uns passt und für 100% an unseren Erwartungen entspricht.
Roger Verhaegen

 

6.Gesendet von: mike.yukon@12move.de

Ich habe den Saarloos das erste Mal in Dortmund auf der Hundeschau gesehen. Dann habe ich 2 Jahre gebraucht, bis ich meinen Züchter gefunden habe. Dann sind wir 1 Jahr lang jede Woche 80 Kilometer gefahren um auch die Rasse kennen zulernen. Dann war es endlich so weit am 27.04.1999 ist Yukon geboren. Und nach 8 Wochen hatten wir ihn endlich Zuhause. Als Welpe war er sehr offen,  ist zu jedem hingelaufen. Mit 3 Monaten fing er an alle Schränke und Türen auf zu machen und den Inhalt in derWohnung zu verteilen. Von da an konnte ich ihn keine 5  Minuten alleine in der Wohnung lassen. Dann fing die zeit an wo er alles kaputt biss was er im Maul kriegte zum Beispiel Blumen, Tische und so weiter. Der jagt  mit Vorliebe Kühe, Pferde und alles was im Wald rumläuft.  Mit den Jahren wurde er auch scheuer fremden gegen über außer Kindern da geht er so drauf zu. Auto fahren ist nicht so sein Ding ohne reise Tabletten geht’s nicht.

Yukon ist sehr neugierig und muss überall dabei sein und wenn er mal nicht draußen ist, sitzt er am Fenster.

Schone grüsse von Mike, Yukon und Sonja.

 

5.Gesendet von: wonny.freiwald@sleurs.be

Unseren ersten SWH bekamen wir am 13.09.1999. Yake of Ha-Na-Ta-Nu-Mau, Rüde, bosbruin.

Vor Jahren hatten wir den SWH in Brüssel auf einer Ausstellung gesehen und uns entschlossen,

dass unser 'nächster' ein SWH werden sollte.

 

 

 

 

Man hatte uns Sachen erzählt über die Rasse wo man dachte dass es 'reichlich' übertrieben

war. Die Leute haben anscheinend viel Fantasie…

 

 

 

 

 

  Einige 'Vorurteile':

 

 

 

 

 

 

 

 -Zerstörungsdrang - Wir mussten halt auch immer aufstehen und dem kleinen Luder

 

  das wegnehmen wo er gerade drauf rumknabbern wollte. Er hat sich nichts draus gemacht,

  da hat er sich halt was Anderes ausgesucht… Er war schon anstrengend, kaum hatte man sich

  hingesetzt, musste man wieder aufstehen um das Nächste wegzunehmen. Bis wir

 

  draufgekommen sind, ihm ein Alternativ zu bieten. Wir haben 'getauscht'.

 

 

  Das Verbotene gegen z.B. einen Karton. Den durfte er aus einander nehmen.

 

 

 -Stehlen - Das können die SWH's besser als die Raben. Man steht dabei und merkt

 

  es nicht! Vor kurzem noch hat der Yake der mittlerweile fast 3 Jahre alt ist, die Brieftasche

  meines Vaters aus seinem Auto geklaut! Die Tür stand offen, wir standen vor dem Auto

 

  und haben eine Reperatur durchgeführt. Ich dreh mich um und sehe den Yake ca. 30m

 

  weiter liegen. Der hat auf was geknabbert. Das kam mir schon so merkwürdig vor. Bin

 

  hin und hab den 'Schaden' festgestellt. Brieftasche teilweise zerlegt und 'lehr'.

 

  Es sollten 300,- € drin sein …. 250,- € haben wir wiedergefunden wo die übrigen 50,-

 

  sind? Ich glaube unser Hund ist im Wert gestiegen….

 

 

 

 

 -Planen - Unser Yake wollte unbedingt die Wurst, die auf unserem Teller lag, haben.

 

  Die haben wir natürlich nicht 'freiwillig' rausgerückt… Da hat er im Zimmer wieder was

 

  angestellt, musste man hin um ihm was wegzunehmen, aber er war schneller beim Teller

  und hat die Wurst geklaut!

 

 

 

 

 

 

 -Ausreissen - Unser Yake hat sich einen Spass draus gemacht aus zu reissen.

 

  Er stand dann auf der anderen Seite von dem Zaun und hat drauf gewartet dass wir,

 

  morgens im Schlafanzug, im hinterher sind…

 

 

 

 

  Bis wir den 'Elektrozaun' entdeckt haben. Das Luderchen ist 2x drangekommen

 

  und jetzt ist die andere Seite vom Zaun uninteressant geworden.

 

 

 

 -Intelligent - Der Yake findet für alles eine Lösung. Der hat nie Probleme. Er macht

 

  die Tür auf. Er macht sogar die Tür für die anderen auf wenn die brav vor der Tür  warten

 

  bis jemand sie reinlässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Früher war ich der Meinung 'ein Hund soll folgen aufs Wort". Für mich gab es nur

 

einen Hund, den Schäferhund.

 

 

 

 

 

 

Bis wir auf den SWH gekommen sind…

 

 

 

 

 

Ein SWH ist sehr sensibel. Über Gewalt (auch verbale) erreicht man nichts. Er zieht

 

sich zurück. Alles läuft über gegenseitiges Vertrauen.

 

 

 

 

Was auch sehr wichtig ist, ist dass der SWH immer Gesellschaft hat, ob Mensch

 

oder Tier (Hund) und dass er 'Freiheit' hat, nicht ständig eingesperrt ist (sollte man

 

mit keinem Tier machen).

 

 

 

 

 

 

Der SWH ist sehr rudelgebunden. Wenn man sieht wie er sich freut wenn das Rudel

 

komplett ist…

 

 

 

 

 

 

 

Leute die materialistisch sind sollten sich besser keinen SWH anschaffen, man

 

muss immer damit rechnen dass der SWH was kaputt macht. Insbesondere sind

 

neue Gegenstände sehr begehrt… (neuer Duft).

 

 

 

 

Mit unserem zweiten SWH haben wir es 'leichter' gehabt. Die Erziehung hat sich unser

 

Yake grösstenteils vorgenommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich muss mann seinen SWH 'erziehen' aber, und nun spreche ich nur für uns,

unser SWH hat uns auch in eine bestimmte Art erzogen.

 

 

 

 

 

4.Gesendet von: jbertijn@home.nl

Als ich vor 25 Jahren den Saarlooswolfhond zum ersten mal gesehen habe während der Winner in Amsterdam hat er mich nicht besonders beeindruckt, kein Wolf, kein Schaeferhund. Ich war zu beschäftigt mit meinem Tervueren.

Es hat gedauert bis vor fünf Jahren dass ich Einen mal richtig kennen gelernt habe und dann war mir klar, wenn noch mal ein Hund ins Haus kommt dann ein Saarloos.

Zur Zeit hatten wir eine zehnjährige Labrador-mix, Noortje, und wir hielten es für eine gute Idee einen SWH Welpen dazu zu nehmen damit der Welpe nicht alleine sein würde.

Nur, woher holt man einen Welpen? Mir war schon klar das es kein Hund aus dem nied. Verein sein konnte weil ich selber das Sagen haben wollte. So sind wir dann auf den Zwinger “Shun Toksa” gekommen, wo zur Zeit ein neuner Wurf lag. Von den fünf Welpen die noch zu vergeben waren hat Iris mich ausgesucht

So bekamen wir unsere erste rote Saarlooshuendin, anstatt den grauen Rüden der mir vorgeschwebt hatte.

Noortje hat Iris nur schwer akzeptieren können, es war höchstens von tolerieren die Rede und spielen wollte sie schon gar nicht mit der Kleinen. Sie muss da schon Schmerzen gehabt haben, was sich erst später herausgestellt hat. Sieben Monate später mussten wir sie einschläfern lassen.

Damit Iris nicht alleine bleiben würde haben wir am selben Wochenende einen kleinen Kater und unseren zweiten Saarloos Welpen geholt, Xanne, eine graue Hündin. Damit war unser Rudel vollständig. Iris mit ihre neun Monate hat die beiden als ihre Welpen bemuttert, auch der kleine Kater !

Eins der ersten Dinge womit wir uns auseinandersetzen mussten war Futter.

Saarlooswolfhonden haben ein empfindliches Verdauungssystem, besonders wenn sie noch klein sind. Also Durchfall und Erbrechen ohne Ende. Über Reiß mit Huhn sind wir umgestiegen auf einen leichteren Brocken den wir fünf Tage gegeben haben, dann ein Tag nichts und am siebten Tag Pansen. Das hat den gewünschten Erfolg gebracht.

Autofahren gehört immer noch nicht zu den bevorzugten Beschäftigungen aber von mal zu mal geht es besser, sabbern tun sie immer noch. Anfangs haben fünf Minuten gereicht um den Wagen umzuwandeln in einen Stall, auch wenn sie zuerst ausführlich ausgelassen wurden. Die Lösung haben wir gefunden indem wir sie nach fünfzig Meter fahren noch mal ausgelassen und dann erst die eigentliche Fahrt angefangen haben. Ab dann konnten wir auch die Fahrzeit allmählig verlängern.

Iris:

Iris ist eine ruhige bedachtsame und reservierte Hündin. Sie hat einen starken Willen und hört nur bedingt auf Kommandos. Konsequenz und Geduld sind gefordert. Sie ist sehr lernfähig aber bestimmt weitgehend selber ob sie etwas ja oder nein ausführt.

Sie ist nur schwer zu begeistern, schwärmt für andere Hunde (die langhaarigen sind gefragt!), spielt auch aber zieht sich dann bald wieder zurück, besonders wenn es zu heftig zugeht. Für Leckerli macht sie förmlich alles. Ihr Jagdtrieb ist ausgeprägt und ein Faktor den wir immer berücksigtigen müssen.

Xanne:

Xanne ist praktisch das Gegenstück von Iris. Sie ist munter, aktiv und denkt sich Dinger aus. Sie versucht ständig auf der Leiter zu steigen indem sie Iris herausfordert. Bis jetzt ohne Erfolg und so wird es wohl bleiben. Sie lernt nicht nur schnell, es macht Ihr auch Spaß und ich halte sie für weitgehend ausbildungsfähig. Der Jagdtrieb ist bei ihr womöglich noch stärker vorhanden als bei Iris mit diesem Unterschied das Xanne erfolgreich ist.

Seitdem ein Zwergpudel mal gründlich ihre Lefzen auf Zugfestigkeit ausprobiert hat, beziehungsweise durchlöchert hat, sind kleine Hunde in Xanne’s Nähe nie ganz sicher. An sonsten ist sie wie Iris andere Hunde gegenüber sehr sozial.

 

3.Gesendet von: Martina Mangel  goettingerbreede@freenet.de

Meine Ersten Erfahrungen mit dem Saarloos-Wolfhund hatte ich mit Lady einem Mischling. Mutter Schäferhund-Rottweiler, Vater , Saarloos-Wolfhund. Lady war neuem und Fremden gegenüber zuerst einmal Grundsätzlich sehr Vorsichtig. Kindern Gegenüber war Sie Relativ offen und ließ sich eine ganze Menge Gefallen. Mit mir ging Lady durch Dick und Dünn was sich allerdings änderte als mein Lebensgefährte Michael in Unser Leben Trat. Von Dieser Zeit ab war Michael Ihr ein und alles. Lady schlief im Schlafzimmer immer vor meinem Bett, wenn ich mich bei Michael im Arm kuscheln wollte . Sprang Sie zwischen Uns und Versuchte mir meinen Platz streitig zu machen. Wenn wir spazieren gingen Lief Sie immer um Uns Herum und wenn wir uns mal trennen mussten hätte sich Lady am liebsten zwei geteilt weil Sie weder mich noch Michael alleine lassen wollte. Lady ist niemals in Ihrem Leben einen Anderen Hund böse angegangen auch hatten wir keine Probleme in Bezug auf Katzen. Allerdings war Ihr Jagd Instinkt ziemlich ausgeprägt auf Spaziergängen wenn Sie einen Hasen erspäht hatte war Lady weg. .Leider ist Lady nur knapp 4 Jahre alt geworden, da

Lady schwerste HD hatte.

Dann bekamen wir 1997 im Zarten Alter von 8 Wochen Unsere Hündin Tilla!

Die Ersten Monate zerlegte Tilla alles was Ihr zwischen die Zähne kam .Nachdem ich die Erfahrung mit meiner Lady gemacht hatte, ließ ich auch Tilla mit einem halben Jahr das Erste Mal alleine das heißt alleine stimmt nicht den Gysma war ja auch noch da! Also wir können Tilla einige Stunden in der Wohnung  lassen und Sie macht keinen Blödsinn.   Das Auto fahren war eine Einzigste Katastrophe.Wir haben ein knappes Jahr gebraucht um Tilla an das Auto fahren zu Gewöhnen. Inzwischen ist es so als wenn es noch nie anders gewesen wäre und das Autofahren Tilla noch Nie etwas ausgemacht hätte Fremden Gegenüber war Tilla sehr auf Distanz. .Wir hatten 2 Katzen was auch kein Problem war, Fremde Katzen allerdings wurden nicht akzeptiert und Gnadenlos Gejagd und wenn man Sie bekam, auch Tod gebissen .Wir hatten einen Mops Namens Gysma von dem Tilla sich einiges abgeschaut hat. Ich Denke einen Großteil Ihres Selbstvertrauens haben wir Gysma zu Verdanken! Tilla ist absolut Kinder Freundlich und ist sehr Geduldig mit Kindern, Sie findet auch eher Vertrauen zu Kindern als wie zu Erwachsenen. Im übrigen ist Tilla sehr Verschmusst.. Im Jahre 2000 haben wir Sie  Belegen lassen. Sie ist seit dem ziemlich offen Geworden. Tilla hat sich sehr um Ihren Nachwuchs gesorgt hatte während der Geburt absolutes Vertrauen zu mir so das ich an der Geburt Ihrer Welpen richtig teil genommen habe! Tilla ist vor Ihrer Niederkunft nie einen anderen Hund Böse angegangen. Inzwischen ist es so.   will ein anderer Hund mit Ihrer Tochter toben und es wird etwas ernster geht Sie Dazwischen und wird Teilweise ziemlich heftig. Aber wenn ich Tilla beim Namen Rufe Kann ich dazwischen gehen und Sie wegholen..

Und , was ich Überhaupt nicht Verstehe ist, das Sie nun sogar auf die Katze Los geht mit der Sie aufgewachsen ist

1999 kam dann das Scheidungs- Opfer Clyde zu uns! Eigentlich sollte Er nur solange bei uns bleiben bis eine Neue Fam. Für Ihn Gefunden wird. Aber wie es dann nun mal so ist! Er kam sah und Siegte. So einen Soverainen Saarloos hatte ich bis Dato noch nicht Gesehen! Clyde ist die Ruhe selbst, total offen man kann Ihn mit in die Stadt nehmen, Er Jagd von sich aus keine Katzen . Clyde ist die Ruhe in Hunde-Gestalt! Ich würde mal so sagen absolut Saarloos Untypisch! Aber man muß Ihn Einfach Lieben!!!

Frühjahr 2000 haben wir dann einen Welpen und zwar Amonèe wieder nach Hause geholt. Amonèe war schon als Welpe ein ziemlicher Einzelgänger, aber was mich da  Erwartete haute mich doch schon ziemlich aus den Socken! Amonèe deren Name nun Tikaani ist war bei Der Ankunft von mir und meiner Bekannten , die Sie seit Geburt kannte gegenüber absolut Scheu. Es tat mir in der Seele weh! Sie war total auf Ihr Herrchen fixiert und Tikaanie hing auch sehr an Ihm , das war unverkennbar. Sie wich Ihm nicht von der Seite. Die ersten 14 Tage dann wieder zuhause lies Tikaani außer Michael und mir keinen an sich ran Außerdem hat Sie eine Totale Zerrstörungswut , alles was man zerlegen kann zerlegt Sie. Katzen werden wenn Tikaani Sie kriegt kaputt gebissen. Hören kann Tikaani sehr gut sehr schlecht .Sie hat  einen totalen Dickkopf, ich meine einen Dickkopf haben alle Saarloos . Aber Tikaani ist Echt die Krönung. Und wie schlau Sie ist!Schaumässig macht Sie auf total ängstlich, aber wehe Du drehst Ihr den Rücken! Voll so nach dem Motto! Und wieder neen Affen veräpelt!!! Aber auch Sie ist Absolut Kinderlieb. Und Natürlich ist auch bei Ihr der Jagdtrieb sehr im Fordergrund . Seit einigen Tagen nehme ich Sie mit wenn ich die Pferde ställe miste und anschließend die Pferde in den Stall bringe. Tikaani findet das nach meinen Eindruck nach absolut Toll. Sie benimmt sich wie ein Hütehund und passt auf das auch alle zusammen bleiben. Echt Toll hätte ich nicht gedacht. So Tanja ! Ich hoffe das dies so hilfreich für Dich ist und ich das Geschriebene wenigstens so Halbwegs auf den Punkt getroffen habe!

Liebe Ggrüße Die Trümmeltüte..

 

2. Gesendet von: Angela Pautz

Vor 4 Jahren im Oktober zog unser damals 8 Wochen alter SWH Rüde "Whisper" bei uns ein. Er zeigte keinerlei Scheu gegen über irgendwelchen Gegenständen oder Geräuschen in der Wohnung, da er bis dahin ausschließlich sein Leben in mitten eines Wohnzimmers verbracht hatte. Weder Fernseher, Telefon, Computer, Staubsauger, knattern einer Kaffeemaschine, fremde Menschen oder Kinder konnten ihn aus der Ruhe bringen. Wohl aber, irritierten ihn die Geräusche im Garten und auf gemeinsamen Spaziergänge z.B. der Wind in den Bäumen, aufwirbelndes Laub oder Autos. Bis heute liebt er das Autofahren nicht, zeigt aber nie Angst davor. Überhaupt haben wir so gut wie nie bei ihm Rute einklemmen oder Scheue vor fremden Gegenständen, Geräuschen oder Menschen erlebt. Eher das Gegenteil trifft zu: Er will bis heute jeden fremden Menschen beschnuppern, begrüßen und von ihnen gekrault werden. Stets tritt er freundlich mit freiem offenem Gang und hoch getragener Rute auf. Ab der 8 Woche besuchte er regelmäßig 1x wöchentlich die Welpenspiele, dort zeigte sich schnell das er gerne mit einem, aber nicht mit mehreren Hunden spielt. Er bevorzugte dann eine Streichelrunde auch bei wildfremden Menschen. Mit 6 Monaten gingen wir in die Hundeschule zur Unterordnung ( wo er damals der jüngste war und natürlich wie immer, unbekannter Rasse war). Er lernte schnell und gut, zeitweise sogar sehr gerne > so dass wir oftmals vorführen durften. Zur Belustigung aller anderen Hundebesitzer. Denn bei Fuß gehen mit und ohne Leine trug er den Kopf so hoch es ging und schmiegte sich so eng wie möglich an mich, wobei ich oft vom Wege abkam. Auch auf Ausstellungen zeigte er sich stets mit Bravur. 

Jedoch hat er das Alleine bleiben, trotz Käfigbox, Zwinger etc. nie geduldet. Boxen auseinander gebrochen (Eckzahn dabei abgebrochen), im Zwinger die Pfoten wund bis blutig gescheuert mit extremen Erbrechen und Durchfall bis heute reagiert.Jedoch hat er noch nie Probleme gemacht, mit einer fremden Person alleine in unserer Wohnung zu bleiben.

 

1.Gesendet von: familie.goetsch@gmx.de

Hallo Tanja,

da bisher noch keine Erfahrungsberichte von Besitzern des Saarloos Wolfhondes bei dir eingegangen sind, will ich mal den ersten Versuch machen. Ich hoffe dabei interessierten Liebhabern und zukünftigen Besitzern eines Hundes dieser Rasse Tipps geben zu können.

 

Tja, wie kamen wir zum Saarloos Wolfhond; eigentlich über den tschechoslowakischen Wolfshund und es liegt inzwischen ca. fünf Jahre zurück. Sabine, meine Frau sah damals eine Sendung über zu vermittelnde Hunde aus dem Tierheim Böblingen im Regionalfernsehen.

Ein damals ca. 1 ½ jähriger TWH-Rüde wurde zur Vermittlung vorgestellt. Wir sprachen oft über meinen Wunsch endlich wieder einen Hund haben zu können. Am liebsten einen, der optisch ein bisschen was vom Wolf hat. Nur ging das zu diesem Zeitpunkt einfach nicht, denn wir lebten noch nicht zusammen und wir sind nun mal der Meinung, das ein Hund nicht acht bis zehn Stunden am Tag allein im Haus/Wohnung sein soll.

Er braucht mehr Zuwendung und die Nähe zum Menschen als z. B. eine Katze.

Aber ich war sehr neugierig und musste diesen Hund einfach mal aus der Nähe sehen, also fuhr ich hin. Er viel mir gleich auf, denn er war der einzige Hund in den Zwingern, der nicht bellte, sondern ruhig und wachsam am Zaun stand. Er beobachtete mich sehr genau und lauschte auf das, was ich mit ihm sprach. Nach einem längeren Gespräch mit einem Pfleger(der einzige übrigens, den Wotan noch nicht gestellt hatte), konnte ich ihn zu einem Spaziergang mitnehmen. Alles lief problemlos. Und so konnte ich ihn eine Woche später wieder zum Spaziergang abholen. Wotan konnte kurze Zeit später an einen neuen Besitzer vermittelt werden. Darüber waren wir sehr froh, denn ein Leben hinter Gittern ist kein Leben. Seit dem hatten wir nichts mehr von Wotan gehört, leider. Wir hoffen, es geht ihm gut.

Seit dem wusste ich, das es irgendwann ein Wolfshund sein sollte. Ich bekam Züchteradressen über TWH und SWH vom VDH und ich telefonierte mir die Finger wund, um mehr über diese Rassen zu erfahren. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch wenig Lektüre über diese in Deutschland seltenen Hunde. Aber es gab Züchter, die uns Infomaterial und Bilder schickten. Im Sommer vor drei Jahren wurden wir dann zu einem WH-Treffen ins thüringische eingeladen, um Saarloos Wolfhonde mal “live“ zu erleben und Informationen/Erfahrungswerte von Züchtern und Besitzern zu erhalten.

Nach diesem Wochenende stand fest, das wir einen Saarloos Wolfhond haben wollen.

Wir blieben mit einigen Züchtern telefonisch in Kontakt, besuchten noch einen weiteren SWH-Hundespaziergang, um ganz sicher zu gehen.

 Ca. 2 Jahre und viele hundert gefahrene Kilometer später bekamen wir endlich unseren SWH-Rüden Shamu. 2 ½  Monate später wurde unsere Tochter Lisa geboren. Beide wachsen seit dem harmonisch miteinander auf. Shamu, heute 1 ½ Jahre alt, ist ein starker großer Vertreter seiner Rasse geworden. Es ist schon erstaunlich, wie vorsichtig er mit unserer Tochter umgeht und das manchmal raue Spiel mit ihr gelassen und ruhig über sich ergehen lässt. Ich denke, er weiß ganz genau, das sie ihm nicht wirklich weh tun will.

Natürlich war es nicht immer ganz leicht mit ihm, denn er hatte anfangs nur dummes Zeug im Kopf und Sabine alle Hände voll damit zu tun, ihn auf Schritt und Tritt zu beobachten und nötigenfalls zurecht zu stutzen, wenn es nötig war.

Inzwischen ist er aber schon viel ruhiger geworden und seine anfängliche Neigung alles anknabbern zu müssen, ist jetzt vorbei. Er ist ein Mitglied meiner Familie, das mit sehr viel Liebe, aber auch sehr konsequent, wenn es sein muss,  erzogen wird. Heute können wir uns ein Leben ohne ihn nur sehr schwer vorstellen, sosehr ist er uns ans Herz gewachsen.

Ich möchte zum Schluss jedem, der sich für einen solchen Hund entscheidet, ganz nahe ans Herz legen, sich Zeit bei der Auswahl zu lassen und alles gründlich abzuwägen, bevor der Kauf eines Welpen getätigt wird. Es ist ja eine Entscheidung für die nächsten 12 bis 15 Jahre.

Shamu war nie scheu oder übermäßig ängstlich, was wir ganz sicher der fachmännischen Prägung auf den Menschen und dem Leben mit ihm durch unseren Züchter zu verdanken haben.

Die Aufzucht eines Wurfes dieser Hunderasse, sollte meiner Meinung nach im Hause stattfinden. Die Welpen sollten vom ersten Tage an mit Kinderlärm und allem was ein Leben mit dem Menschen ausmacht, konfrontiert werden. Nur so bekommt man wirklich einen vom Wesen her freien Hund.

Der Junghund sollte anfangs auch nicht den ganzen Tag allein gelassen werden, da er sich sehr schnell an sein neues Rudel bindet und große Trennungsängste entwickelt, wenn er plötzlich allein im Haus oder der Wohnung zurückbleiben muss. Diese lebt er dann aus, indem er alles was nicht niet und nagelfest ist,  vor lauter Frust zerbeißt – und das kann teuer werden!! Man muss ihn ganz langsam daran gewöhnen, auch mal für kurze Zeit allein zu sein. Ihm muss klar werden, das sein Rudel immer wieder nach Hause kommt.

Tja, das war’s dann! Und ich hoffe, wir haben noch viele schöne Jahre mit diesem tollen Hund.

Wolfgang Götsch

Copyright © by Tanja Brinkmann