Hier sind Erfahrungen einzelner Tschechoslowakischer Wolfshund Besitzer.

Alles was man hier liest habe ich von den Leuten unverändert reingesetzt. Es soll einfach helfen Den Tschechoslowakischen Wolfshund noch besser kennen zu lernen. Ich betone : Das ich mir von den Inhalten nichts annehme da ich sie nicht selber geschrieben habe !

11.Gesendet von: Kadi2@gmx.de

Meine Tschechoslowakische-Wolfshund-Erfahrung namens Neo

 

Bevor ich Neo das erste Mal sah, hatte ich von dieser Rasse weder etwas gehört noch gesehen. Wie es dazu kam und welche persönlichen sonderbaren, wie auch wundervollen  Erfahrungen ich mit dieser tollen Rasse gemacht habe, möchte ich hier erzählen.

Wir durchsuchten den Anzeigenmarkt unserer Zeitung, da ich mir wieder einen Hund zulegen wollte. Das war im Februar 2001. Eigentlich hatte ich schon immer einen Faibel für Schlittenhunde, wollte aber einen solchen Hund nicht alleine halten (und zwei waren meiner Mutter beim besten Willen zuviel). Da ich mich aber an dem urtypischen Aussehen orientierte, wurde ich auf folgende Anzeige aufmerksam, die ungefähr so lautete: Tschechisch. Wolfshund - der ideale Familienhund mit Wolfslook, kinderlieb, kaum Jagdtrieb, sehr treu...4 Welpen...

Da ich mir absolut kein Bild davon machen konnte (seit wann gibts schon Hunde, die wie Wölfe aussehen und familiengeeignet sind???) rief ich dort an und vereinbarte am selben Abend einen 'Besichtigungstermin'.

 

Witzigerweise fanden wir uns in der Umgebung eines Ortes namens  Wolfegg wieder und mir wurden geschickter Weise natürlich zuerst die 4 Wollknäule im Alter von 8 Wochen vorgestellt. Wer könnte da wiederstehen?

Es waren drei Weibchen und ein Rüde. Der Rüde kam mir gleich entgegengetapst und versuchte seine kleinen Schwestern mehr oder weniger energisch von mir abzuhalten. Damals dachte ich, oh wie süß...der will mich für sich alleine. Jedenfalls viel in meiner Unwissenheit in diesen paar Minuten schon die Wahl auf den kleinen Kerl, der sich da so tapfer schlug.

Selbst mit genug Vorkenntnis über diese nicht ganz so einfache Hunderasse, hätte ich mich nicht mehr trennen können.

Danach wurden mir die Eltern gezeigt...zuerst die Mutter, die eigentlich ziemlich genau so aussah, wie Neo heute aussieht, eben wie ein tschechoslowakischer Wolfshund so aussieht. Aber der Vater haute mich um. Ich dachte wirklich einen wahrhaftigen Wolf vor mir zu haben. Er war nicht ganz so zutraulich wie die Mutter, denn als ich ihn zur Begrüßung vorsichtig meine Hand entgegenstreckte,  zeigte er mir kurz aber bestimmt seine Zähne und lief weiter.

Ansonsten schien es aber recht harmonisch zuzugehen. Es waren kleine Kinder im Haushalt, die mit allen Hunden spielten und wenn ich an Neos heutige Begrüßungszeremonien denke, war dort alles recht 'harmlos'. Ich bekam Kopien von den Stammbäumen der Eltern und einen Impfpaß, und mit 250,- (damals noch) DM hatte ich einen reinrassigen Wolfshund erworben.

Die ersten Tage verliefen recht gut. Meine Familie war begeistert von meinem kleinen Wolf, der damals mit seinen überdimensional großen Ohren und dem rötlich-braunen Fell von Passanten immer mit einem Fuchs verwechselt wurde. Allerdings stelle ich heute noch fest, daß sowohl kleine

Kinder als auch alte Leute sofort wissen was sie da vor sich haben.

Der kleine Wauzi durfte damals sogar noch in unserem Bett schlafen (tja, wir wußten eben noch nichts von  Hundeerziehung oder Konsequenz; Dominanzproblem war ein Fremdwort...).

 

Bis ich dann eine Freundin mit ihrem Hund zum Tierarzt begleitete. Als der Hund meiner Freundin von der Tierärztin persönlich ins Behandlungszimmer gebeten wurde, blieb sie plötzlich stehen und starrte auf meinen Welpen. Ich dachte schon irgendwas stimmte nicht, als sie schließlich fragte, ob das ein tschech. Wolfshund sei und ich bejahte. Sie schlug die Hände über dem Kopf zusammen und fragte mich ob ich mir schon im Klaren sei, was ich mir da für eine Bestie (das Wort verwendete sie wirklich!) ins Haus geholt hatte. Natürlich wußte ich das nicht und somit empfahl sie mir dringend, soviel wie möglich an 'Wolfslektüre' zu besorgen und den kleinen Neo so gut es geht wie einen Wolf zu erziehen. Außerdem sollte ich dringend eine Welpenschule besuchen (was ich sowieso gemacht hätte).

Die ersten Bücher die ich mir besorgen konnte, waren von Werner Freund, Henryk Okarma und Farley Mowat. Hinzu kam noch Günther Bloch's "Der Wolf im Hundepelz", was mir auch oft weitergeholfen hat in Erziehungsfragen. Alles in allem recht hilfreich, aber das aufschlußreichste, nämlich von Erik Zimen, habe ich leider erst seit kurzem. Ich lese es derzeit und kann immer wieder Sachen feststellen, wo ich mir sage, ach jetzt verstehe ich, warum Neo das und das macht... Also falls ich hier werben darf: Erik Zimen - Der Wolf...und man versteht den Isegrim gleich viel besser ;-)

 

In der Welpengruppe, fiel Neo einzig durch seine grobe Spielart auf, aber da er eine gleichgepolte Spielpartnerin (Schäfermixhündin) hatte, war das nicht weiter schlimm. Denn genauso selten wie die anderen mit Neo spielen wollten, spielte er mit ihnen. Wenn Nora (seine 'Freundin') mal nicht da war, tobte er zwar kurz mit den anderen, aber nach kurzer Zeit legte er sich in eine Ecke und schaute uninteressiert zu oder grub vor lange Weile kleine Kühlungslöcher (die ich dann wieder zuschaufeln durfte). Auch heute noch hat er so eine grobe Spielart, daß vielen Hunden das Spielen vergeht oder es sogar als eine Art Kampf betrachten.

So langsam lernten wir, was beim 1 x 1 der Welpenerziehung (vor allem bei Neo mit vorraussichtlich großen Dominanz- und Jagdtendenzen) zu beachten ist.

Was lange Zeit (ca. bis Neo ein 3/4 Jahr war) Schwierigkeiten bereitete (anscheinend mehr als bei den anderen Welpen) war das stubenrein werden und zwar vor allem was das Pinkeln anging. Und das obwohl ich wirklich alle zwei Stunden (auch nachts) mit ihm draußen war und auf besondere Situationen wie Aufwachen, nach dem Spielen,...achtete wie ein Lux. Naja, auf einmal hatte er es begriffen und heute ist das Gott sei Dank nicht mehr so.

Außerdem fiel mir auf, daß Neo in der Welpengruppe das meiste recht schnell begriff und auch ausführte, eigentlich alles außer die liebe Leinenführigkeit. Keine Methode fruchtete. Ich konnte stundenlang mit gespannter Leine im Regen stehen und warten, daß Neo sich zu mir umdrehte..er tat es nicht und verkürzte den Abstand um keinen Millimeter. So richtig 'Fuß-Laufen' und das bevorzugt auch nur ohne Leine kann Neo eigentlich erst seit er knapp zwei Jahre ist.

Was teilweise auch heute noch ein Problem darstellt, ist seine furchtbar überschwengliche Begrüßung gegenüber Personen, die er von klein auf kennt. Seit er auf der Welt ist, hat z.B. meine Mutter ihn noch nie angefaßt, weil er gerade ihr gegenüber eine wahnsinnige 'Demutszeremonie' aufführt, was wiederum meine Mutter total verängstigt, da sie so schon ängstlich gegenüber Hunden ist. Aber nicht nur seine Begrüßung ist recht energisch...wie ich auch schon oft hier gelesen habe, ist auch sein Demutsverhalten, sein Imponierverhalten und sein Spielverhalten sehr, sehr ausgeprägt. Eigentlich jeglicher Art sozialer Ausdrucksweisen. Wobei übrigens das Spielverhalten nur auf gegenseitiges Jagen (ich sage immer Fangespielen) und kämpfen beschränkt ist. Andere Hundespielsachen lassen ihn völlig kalt. Er rennt höchstens mal einem Stöckchen hinterher, aber auch nur, wenn es gerade nichts am Wegrand zu schnüffeln gibt. Oder wenn er es gegenüber anderen Hunden verteidigen kann.

In der Welpengruppe, waren wir ca. ein 3/4 Jahr, bis Neo etwa ein Jahr alt wurde und ich habe von dort wirklich viele tolle Tricks für den Alltag mitgenommen und einiges über Hundeerziehung mit Verstand, Geduld und Liebe gelernt.

 

Als Neo noch jung war, hatte ich große Schwierigkeiten, ihn allein zu Hause zu lassen, er zerbiß alles, was ihm in die Quere kam und jaulte auch ganz erbärmlich. Da ich aber damals noch zur Schule ging, mußte ich eine Lösung finden. Neo war etwa ein hlabes Jahr alt und dementsprechend war es Spätsommer, als ich mir dachte, ich könnte ihn doch vormittags während meines Unterrichtes im Garten meiner Eletrn mit einer 7-m-Leine an einen schattenspendenden Baum binden...denkste! In meiner Pause rief ich daheim an und das ganze Dorf war in Angst und Schrecken vor dem freilaufendem 'Wölfchen'. Neo hatte sich losgebissen und streunte umher, während meine neugierige Nachbarin ihn im Auto verfolgte und versuchte ihn anzulocken (dabei traute sie sich nicht auszusteigen). Ihrem Mann (wohl etwas mutiger) geling es dann, Neo zum Umdrehen zu bewegen und irgendwie zurück in den Garten zu bringen.

Das Anleinen hatte sich somit erledigt, also blieb mir nichts anderes übrig, ihn im meinem winzigen Auto mit in die Schule zu nehmen und jede Freistunde (von denen ich glücklicherweise genug hatte) zu nutzen, um mit ihm spazieren zu gehen. Aber auch das war nicht so einfach wie ich dachte. Neo hatte mir im Laufe eines halben Schuljahres die komplette Inneneinrichtung meines Daihatsu Cuore zerstört. Meine damaligen Mitschüler machen sich heute noch über das kleine rote Auto lustig. Der einzige Sitz, der halbwegs verschont blieb, war mein Fahrersitz, da dort auch Neo in meiner Abwesenheit residierte. Aber der Schaltungshebel, sämtliche Sitzpolster, Gurte, eben alles, was man mit einem Hundegebiß zerstören kann, war auch zerstört.

Seit etwas mehr als einem Jahr haben wir jetzt einen großes Auto (Kombi), in dem Neo genug Platz hat, dank einem Gitter nicht mehr nach vorne kann und das auch weitgehendst verschont geblieben ist.

 

Futterverteidigung:

Schon immer war es für uns harte Arbeit, wenn es darum ging, unserem Fellkind besondere Leckerbissen wegzunehmen. Schon im Welpenalter kam es zu Schwierigkeiten als ich Neo zum ersten Mal ein Schweineohr anbot. Normales Futter konnte man ihm immer problemlos wegnehmen aber bei dem Schweineohr hatte ich auf einmal einen total aggressiv drohenden Welpen vor mir und ich war wirklich erschrocken. Durch eine lautere Stimme und einen ordentlichen Alphawurf war das Problem zunächst behoben aber es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein. Auch heute noch verteidigt Neo besondere Spezialitäteten, wie zum Beispiel Knochen. Allerdings ist mir aufgefallen, daß er dabei die Ohren anlegt und den Schwanz einzieht, was wahrscheinlich daher kommt, daß wir es immer wieder durchgesetzt haben, ihm seine Lieblingsleckerlies wegzunehmen und er nun mehr aus Angst "darum bittet",  das Fressen für sich behalten zu dürfen. Denn auch in allen anderen Alltagssituationen verhält sich Neo unterwürfig, wobei man ihn manchmal schon daran erinnern muß. Das heißt also, daß die Erziehung bei solch einem Hund nie aufhört.

Übrigens hat auch hier Zimen mir zu weiterem Verständnis verholfen und zwar ist es laut seines Buches bei Wolfswelpen so, daß sie ihr Futter massiv verteidigen gegenüber jedem, auch ranghöheren, erwachsenen Tierern.

 

Im Umgang mit fremden Hunden, hatten wir nie Probleme, bis Neo letzten Winter zwei Jahre alt wurde. Bis dahin hatten wir für ca. 8 Monate noch einen weiteren Hund (Schäfer-Rottweiler-Mischling namens Gandhi) in Pflege, mit dem es eigentlich nie großartige Probleme gab, solange er bei uns war. Die Rangordnung war von vornhererin klar, mein Freund und ich waren die 'Ersatzalphas', dann kam Neo und ganz unten war Gandhi. Zwar mußte Neo dies gegenüber Gandhi immer wieder klarstellen, aber mehr als lautstarke Balgereien, die sich in meinen Ohren immer furchtbar gefährlich anhörten, bei denen aber sich keiner der beiden jemals verletzt hätte, gab es nicht. Allerdings gab es im Laufe der Zeit ein paar wenige Begegnungen mit anderen erwachsenen Rüden, denen Neos ausdrückliches Demutsverhalten nicht reichte und die ihn angriffen.

Vielleicht trug diese Erfahrung, und die, daß Neo einen anderen (Gandhi) unterwerfen konnte dazu bei, daß er sich dann nicht mehr mit anderen Rüden verstand, aber vielleicht ist er auch einfach nur erwachsen geworden und tut, was in seiner Natur liegt...anderen Rüden imponieren und wenigstens versuchen der Stärkere zu sein, was sich aber wie gesagt meistens schlimmer anhört als es wirklich ist.

Wir machen regelmäßige Ausflüge nach München in den Englischen Garten, wo es soviele Hunde und eben auch ranghöhere Rüden gibt, daß Neo gar nicht die Zeit bleibt, zu imponieren. An jedem Baum wartet ein neuer Spielgefährte und alles ist unglaublich aufregend für ihn.

Hündinnen gegenüber ist er übrigens der absolute Charmeur. Er umwirbt sie (egal wie zickig sie sich verhalten), stubst sie immer wieder mit der Pfote an, was so manche Dame zur Weißglut bringen kann und  er versucht einfach alles um Aufmerksamkeit zu erregen. Dabei hat er seine Ohren immer in einer ganz typischen halb nach hinten gestellten Lage, was ihm einen leicht dümmlichen Gesichtsausdruck verleiht. Mit noch nicht geschlechtsreifen Hündinnen spielt er immer auf seine ausgelassene Art (wenn das Gegenüber es zuläßt) und kann sie aber bei zu viel Temperament auch deutlich in die Schranken weisen.

Kastrierte Rüden werden meist mit Hündinnen verwechselt, zum Ärgernis der kastrierten Artgenossen.

 

Was seinen Jagdtrieb angeht, muß man eben immer selbst ein Auge offen halten. Neo ist sehr aufmerksam, bleibt erstmal starr stehen und fixiert sein mögliches 'Opfer'. Wenn man diesen Moment abpaßt und ihn zurückruft oder der Wind günstig steht und man das Tier vor Neo entdeckt, passiert nichts. Ein paar wenige Male haben wir es zu spät gemerkt und entdeckten plötzlich wie schnell unser Hund tatsächlich rennen kann, aber sobald das Tier im Gestrüpp bzw. Wald verschwunden war, gab Neo auf und kam zurück. Insofern haben wir eigentlich keine Schwierigkeiten, was das Jagen betrifft.

 

Mißtrauen/Ängstliches Verhalten:

Neo hat in seiner Welpenzeit soweit alles kennen- und akzeptieren gelernt, was so im Alltag dazu gehört und zeigt manchmal zwar skeptisches und vorsichtiges Verhalten aber nie wirklich Angst.

Vor kurzem erst erlebte ich allerdings einen seltsamen Zwischenfall...

Wir kamen gerade aus dem Haus in den Hof, um einen Spaziergang zu machen, als Neo am Himmel einen Heißluftballon entdeckte. Das versetzte ihn dermaßen in Panik, daß ihm die Beine zitterten und er mit allen Mitteln versuchte abzuhauen. Selbst Im Auto konnte er sich nicht beruhigen. Er sah den Ballon durchs Fenster und versuchte im Auto ein Versteck zu finden. Da dies nicht gelang, biß er wie wild ins Gitter bis er sich nach ziemlich langer Zeit und ballonfreier Sicht beruhigte. Allerdings hat dieses Erlebnis nachhaltig Eindruck auf ihn hinterlassen. Jedesmal wenn wir den Hof betreten, wird erstmal alles inspiziert, vor allem der Luftraum. Jedes ungewöhnliche Geräusch erschreckt ihn, was ihn zuvor nie gestört hatte. Zwar wird es von Tag zu Tag besser, aber man sieht, daß er sehr verängstigt werden kann, durch Dinge, die für uns Menschen ganz normal sind.

 

Für unseren felligen Mitbewohner ist sein Rudel sehr wichtig, sogar wichtiger als seine Hauptbezugsperson. Das heißt im Klartext, wenn wir in einer größeren Gruppe einen Spaziergang machen, ist es für Neo besonders wichtig, daß alle beisammen bleiben. Wenn jemand länger zurück bleibt oder gar außer Sichtweite gerät, wird er ganz nervös und rennt dauernd zwischen dem zurückgebliebenem und der restlichen Gruppe hin und her. Wenn der Abstand zu groß wird, schließt er sich dann der größeren Gruppe an.

Aber auch wenn wir derzeit zu viert (mein Freund, Söhnchen Tom, ich und der Hund)unterwegs sind, bleibt er beim größeren Teil, wenn der Sichtkontakt (zum Beispiel im Wald) unterbrochen wird. Es ist egal, ob ich mich entferne oder mein Freund (die Hauptbezugsperson), er bleibt immer bei demjenigen, der den Kinderwagen schiebt.

 

Gegenüber fremden Menschen ist Neo meist freundlich, eher reserviert. Allerdings sollten Sie in einem Streit nicht die Beherschung verlieren, zeigen Sie keine Angst, werden Sie nicht laut! Wenn

Sie nicht entschlossen handeln wird es Ihr Hund tun. Er wird Sie auf die eine oder andere Art verteidigen. Die eine: Er droht Ihrem Gegenüber durch Bellen oder Knurren und pressentiert auch schon mal seine Waffen, lässt jedoch davon ab, wenn Sie ihn beruigen oder die Bühne verlassen. Die andere: Nach Einschätzung Ihres Hundes haben Sie soeben die Vorherrschaft über das Rudel abgegeben. Da der Chef die Meute beschützt, Ihr bester Freund meint das sei nun sein Job, wird er nicht länger warten und zur Tat schreiten...

Um spätere Kosten zu vermeiden seien Sie lieber freundlich zu Fremden oder gehen sie ihnen aus dem Weg!

 

Inzwischen ist Neo weitgehendst erwachsen und macht kaum noch Schwierigkeiten. Auch an unseren kleinen Sohn Tom, der im Januar auf die Welt kam, hat er sich gut gewöhnt. Zwar versucht er ständig ihn von oben bis unten abzulecken, aber damit kann man leben. Eigentlich ist dies ja auch ein positives Zeichen, denn für ihn ist das schließlich nur Fellpflege der 'Welpen'.

Und wenn ich mal nicht aufpasse und er es schafft, lacht und gaugst der Kleine sogar vor Freude, vor allem wenn er mit den Füßchen beschäftigt ist.

In den ersten paar Tagen hatte er Berührungsängste mit dem Baby aber da der Kleine jetzt schon mobiler ist, kommt es häufiger auch zu Körperkontakt und wenn es meinem Wölfchen zuviel wird, steht er einfach auf und legt sich woanders hin.

 

Alles in allem sind wir alle sehr glücklich mit unserem Neo und ich würde mir immer wieder solch einen Hund aussuchen.

 

Allerdings sollte man sich eine Anschaffung gut überlegen. Denn man braucht zumindest in den ersten zwei Jahren sehr viel Zeit (am besten rund um die Uhr). Meiner Meinung nach für einen Einzelhund auf gar keinen Fall langfristige Zwingerhaltung (selbst bei zwei Hunden sollte dies kein Dauerzustand sein). Die Erziehung ist mit viel Geduld und Hundeverständnis, er braucht eine straffe Hand und macht ehrlich gesagt auch viel dreck (siehe Fellwechsel).

Außerdem glaube ich, daß für diese Hunderasse ein Besitzerwechsel ein sehr tief einschneidendes, prägendes Erlebnis sein muß. In meinem Bekanntenkreis gibt es niemand, dem ich Neo auch nur vorübergehend anvertrauen würde. Nicht weil niemand vertrauenswürdig genug ist sondern, weil der Hund das nicht ertragen würde. Und ich denke, daß er an einer richtigen Trennung von seinem Rudel zerbrechen würde. Man hat in diesem Tier eine sehr guten Freund und zwar bis an sein Lebensende.

Kadi

10.Gesendet von:aon.912559388@aon.at

 Zu "Ciro", der eigentlich Dino  heißt.

Nach mehren  informativen Telefonaten mit der Züchterin, in denen es hauptsächlich um die Eigenheiten dieser Rasse ging war es dann am 21.11. 2001 so weit. Caty  hatte vier Welpen. 3 Rüden und 1 Hündin. Für mich war von Anfang an klar, dass ich einen Rüden wollte. Ich hatte schon vorher Hunde der Rasse Deutscher Schäfer, Schäfer Rottweiler-Mix, Huskymix, Pudel, Cockerspaniel und einen Mittelspitz, den ich heute noch habe. Alles Rüden. Also, auch beim TW ein Rüde.

Am 6.Jänner 2002 war es so weit, wir trafen bei der Züchterin ein um unseren Welpen abzuholen. Die beiden Eltern waren mit den Welpen gemeinsam in einem überdachten Zwinger, und sie beäugten uns vorerst aus sicher Entfernung, wurden nach kurzer Zeit jedoch neugierig und kamen etwas näher. Einer der Welpen, kam sogar an den Zaun und ließ sich von mir anfassen. Ich versuchte herauszufinden, welcher der drei Rüden denn nun meiner wäre. Ich hatte ja nur ein paar Photos die mir die Züchterin zugesandt hatte nach dem wir vereinbart hatten, dass ich den "silbernen" haben wollte. Aber eigentlich sahen alle ziemlich gleich aus, der eine war vielleicht ums kennen heller. Die Züchterin spannte mich nicht länger auf die Folter und holte "meinen Rüden " aus dem kleinen Rudel. Und wirklich es war der helle. Der kleine regte sich nicht sonderlich darüber auf, als ich ihn auf den Arm nahm, im Gegenteil, er machte es sich gleich bequem. Da wir eine sehr weite Heimreise vor uns hatten ( immerhin über 1000 km) erledigten wir die Formalitäten und machten uns mit unserer Neuerwerbung auf den Weg.

Die 10 Stunden Fahrt verbrachte der Welpe größtenteils schlafend in der Box, er hatte ein leichtes Beruhigungsmittel bekommen.

Zuhause angekommen, gab ich ihm noch mal’ s zu trinken führte ihn anschießend auf seinen zukünftigen Platz an dem er sich lösen konnte, was er auch gleich tat. Danach machte er es sich in der Kiste die ich neben mein Bett gestellt hatte bequem und schlief gleich wieder ein.

In dieser Nacht musste ich nicht mehr raus.  (In den folgenden Nächten schon meistens ein mal- so bis zum Alter von 14 Wochen) Erst morgens um sechs begann Ciro zu winseln.   Da ich immer zuhause bin, (kann von zu Hause aus Arbeiten) hatte ich mit der Stubenreinheit keine Schwierigkeiten, meine Hundeerfahrung half mir auch dabei, und so war Ciro mit 9 Wochen schon stubenrein. Es ist uns kein einzigen mal ein Malheur passiert. Die ersten beiden Tage jammerte er wie alle Welpen nach seiner Mutter und den Geschwistern, es war jedoch nicht so schlimm, denn mein Spitzrüde Ike und der Schäfer meines Freundes hatten den kleinen gleich adoptiert.

Außerdem war da ja noch der schwarzweiße Kater Smoky den man ärgern konnte und draußen vorm Haus auf der Wiese liefen auch noch vier Pferde rum. Also, Aktion pur. Da hat man als Welpe gar nicht so viel Zeit zum trauern.

Ich sorgte vom ersten Tag an dafür dass Ciro mit allen meinen Tieren und im Laufe der folgenden Wochen auch mit den Tieren meiner Bekannten, (Schafe; Ziegen, Kühe, Schweine, Enten usw.) in Kontakt kam, auch

Straßenverkehr, Schienverkehr, den Rummel in der Fußgängerzone lernte er schon sehr bald kennen. Natürlich in kleinen Schritten. Da mein Spitz ein sehr freundlicher und aufgeschlossener Hund ist und Ciro ihn

überall hin folgte hatte ich da auch keine Probleme. Er erschrak zwar anfangs ein wenig wenn z. B. ein LKW an uns vorbeifuhr, beruhigte sich jedoch sofort wenn er merkte wie selbstverständlich sein Kumpel und ich diese Dinge nahmen. So lernte er nach und nach alles kennen, auch viele Fremde Leute, besonders auf dem Hundeplatz, denn ich besuchte mit ihm ab März die Welpenschule. Natürlich war er nicht gleich so aufgeschlossen Fremden gegenüber wie meine anderen Hunde die ich bisher hatte, aber er gewöhnte sich sehr schnell daran und schon am zweiten Kurstag konnte ihn jeder anfassen. Nach dem Welpenkurs bewegte er sich frei auf dem Hundeplatz lief selbstständig unter die vielen Leute die sich immer dort aufhalten, ohne besonderes Misstrauen. Auch mit Agility hat er schon Bekanntschaft gemacht. Mit sechs Monaten begann ich

in langsam an die Geräte heranzuführen, da er immer gerne obenauf ist, war es kein Problem ihm dazu zu bewegen auf den Laufsteg oder die Wippe zu steigen.  Springen lasse ich ihn natürlich noch nicht da  er ja noch im Wachstum ist. Auch mit den Leuten und Hunden aus der Agility Gruppe hat er sich sofort angefreundet und bewegt sich frei und unbeschwert unter ihnen.

Ab dem 8. Monat nehme ich nun mit Ciro auch an der Junghundeausbildung teil, auch ohne Probleme. Die Kommandos, "Fuß", "Sitz", "Platz", "Hier" beherrscht er schon tadellos. Ich habe natürlich schon vorher immer  mal wieder geübt. Auch da, hat mein Spitz mir gute Dienste geleistet, da er ein sehr folgsamer Zeitgenosse ist lernte Ciro schon von klein auf die Kommandos. Besonders das "Hier", da er seinem Kumpel ja ohnehin nach lief.

Ich habe auch bis heute noch keine Probleme beim Spaziergang, ich kann beide Hunde frei laufen lassen und auf Kommando kommen beide sofort zu mir.

Was den Jagdtrieb meines TW betrifft, so muss ich sagen, er ist vorhanden. Der Hund ist nun fast ein Jahr alt und man merkt, dass er sich schon für Wild, besonders wenn es flüchtet interessiert. Ich muss jedoch sagen, das einer meiner, Schäferhunde und besonders der Huskymix  den ich hatte mit dem gleichen Alter viel mehr

Jagdtrieb zeigten. Wobei sich der Schäfer auf Grund seines  unkomplizierten Wesens gegenüber dem Huskymix noch leichter stoppen ließ, wenn man rechtzeitig eingriff.

Ciro lässt sich zur Zeit noch problemlos abrufen. Da ich am Waldrand wohne, begegnen uns fast täglich Rehe,

sie stehen auch gerne auf der Pferdekoppel und fressen, die ist direkt neben dem Haus, aber wie gesagt, bisher ist es mir ohne Probleme gelungen den Hund davon abzuhalten zu jagen. Das liegt aber sicher auch daran, dass er auch die Pferde nie jagen durfte, wenn sie übermütig über die Koppel galoppierten.

Was das "Alleinsein" betrifft, so muss ich sagen, dass ich meine Hund wenn ich sie mal nicht mitnehmen kann eigentlich immer im Zwinger lasse. Ich habe Ciro vom ersten Tag an daran gewöhnt (im Minutentakt) auch ohne seinen Kumpel eine Zeitlang im Zwinger zu bleiben,  zur Zeit meist 1 bis drei Stunden, wenn ich meine Pferde reite. Ich arbeite aber schon daran, Ciro als Reitbegleithund auszubilden, da ich ihn später mitnehmen möchte, nur zur Zeit ist er für die langen Ritte noch nicht alt genug. Es würde ihn nur schaden. Bei den ersten kurzen Versuchen so 20 Minuten neben dem Pferd hat er sich tadellos benommen.

Was das warten im Auto betrifft, gibt es ebenso wenig Probleme wie mit dem Zwinger, ich gewöhnte ihn langsam daran und nun kann ich ihn ohne weiteres während eines Einkaufes im Auto lassen, ohne das er ein Wolfsgeheul anstimmt.

Im Haus ist er ein angenehmer Zeitgenosse, er liegt ruhig zu meine Füßen wenn ich am Computer arbeite (Auch jetzt) und wartet geduldig bis ich fertig bin und wir endlich wieder raus gehen.

Zerstört hat er im Haus eigentlich nichts. Aber ich bin ja immer anwesend wenn die Hunde im Haus sind so hatte er auch kaum ein Chance.  Da ich Gott sei Dank ein sehr konsequenter Mensch bin (was man bei der Erziehung eines TW auf alle Fälle sein muss) habe ich ihn bisher so weit gebracht, dass er ein genauso angenehmer Mitbewohner ist wie meine anderen Hunde es auch waren und sind.

Was sein Wesen betrifft, so ist er nicht übermäßig dominant, gut, man sagte mir Wolfshunde sind spätreif und kommen später ins "Flegelalter" als z. B. ein Schäferhund, aber bisher weiß er noch, dass einzig und allein ich der Chef bzw. die Chefin bin. Mit meinem Rottweilermix hatte ich in dem alter schon gröbere Diskussionen, das lag aber sicher auch daran, dass er bereits 7 Monate war als ich ihn aus schlechter Haltung freikaufte. 

Ciro ist jedenfalls zur Zeit noch ein verschmuster Hund der sich unterzuordnen weiß.

Alles in allem muss ich sagen, dass  ich meinen Kauf auf keine Fall bereut habe. Der TW ist sicher ein Hund für Individualisten, deren Hobby einfach der Hund ist.  Denn viel Zeit und Aufmerksamkeit braucht so ein Hund schon um sich körperlich und besonders "geistig" gut zu entwickeln. Ein TW der die meiste Zeit allein in

einem Zwinger eingesperrt ist wird mit Sicherheit zu einem "hypersensiblen Nervenbündel," der bei jedem lauten Geräusch mit eingeklemmter Rute das Weite sucht, denn die natürliche Vorsicht  bzw. Scheuheit gegenüber  unbekannten sind beim TW sicher sehr stark vorhanden, so wie er auch einige andere Eigenschaften des Wolfes hat, wie z. B. die vielen verschieden Winsel- u. Heullaute. Ciro bellt zwar auch, aber seine Stimmungen drückt er hauptsächlich mit Winseln aus. Man merkt bei ihm stärker wie bei jedem anderen Hund den ich bisher hatte in welcher Stimmung er sich befindet, besonders wenn ihm mal langweilig wird, was ja bei uns selten vor kommt, geht er von einem zum anderen und jammert in alten Tonlagen.

Auch seine Mimik ist sehr stark ausgeprägt, dies merkt man besonders im Spiel mit anderen Hunden.

Zum Schluss möchte ich mich noch mal der vielverbreiteten Meinung anschließen, dass ein TW sicher kein Hund für jedermann ist, da es mit Sicherheit einiges mehr an Zeit und Hundeerfahrung  braucht um ihn zu erziehen. Hat man es aber geschafft, besitzt man sicher eine  faszinierendsten und interessantesten Hunderassen.

Beitrag von Lydia Gänser, aus Österreich/Kärnten

 

 

 

 

9.Gesendet von: waaser@teleschau.de



Ich habe mit viel Interesse die Erfahrungsberichte auf Deiner Seite
gelesen und wollte jetzt auch noch den Erfahrungsbericht von meinem TWH Bruno zu senden.
 
Also, ich bin zu Bruno wie die Jungfrau zum Kind gekommen.
Ein entfernter Freund von mir meinte mal die Beziehung zu seinem viel
jüngeren Freund zu bereichern und schenkte diesem, weil dieser verrückt nach allem
Aussergewöhnlichem war, diesen Hund.
Es kam aber, wie es kommen musste, Bruno nahm natürlich die tolle
Designerwohnung zu stark mit.
Und Dano, wie Bruno damals hies, sollte wieder weg. Jetzt wusste
wiederum ein anderer Freund, dass ich wieder gerne einen Hund hätte und fragte mich, ob ich den nicht Dano nehmen wollte.

Ich schaute mir Ihn an und war sofort eingenommen von diesem Steiftier,
das aussah wie ein kleiner Wolf. Er war damals 12 Wochen alt und machte keinen verstörten Eindruck.
Es hiess, er sollte in eine Landwirtschaftszeitung gesetzt werden und
wieder verkauft werden.
Und so habe ich mich entschieden Ihn sofort zu nehmen, weil ich nicht
wollte, dass er so verkauft wird.

Aber bei dieser Entscheidung hatte ich schon die Ahnung, es könnte
nicht so einfach mit Ihm werden.
Der erste Blick ins Internet bestätigte diese Ahnung. Ich hatte mich
aber entschieden und wollte Bruno nicht nochmals einen Ortswechsel zumuten.

Ich lebe alleine in einer grossen Altbauwohnung in München am
Flaucher. Der Flaucher ist ein Park, der, wenn man weiter geht, in die Isarauen übergeht und man könnte an ihm  entlang Isar aufwärts bis in die Alpen wandern. Davon abgesehen gibt es da jedemenge Hunde aller Rassen  und Grössen,
die da spazieren gehen und meistens sich auch frei bewegen.
Also, genug Möglichkeit für Bruno sich auszutoben und Artgenossen zu
treffen.

Was war und ist besonders schwierig mit Bruno.

Bruno war sehr ängstlich auf alles Unbekannte, teilweise neigte er zu hysterischen
Verhaltensweisen. Das hat sich aber relativ schnell gelegt. Stadt und  der Trubel einer
Stadt machen ihm heute nichts aus.
Ich habe ihn von Anfang immer mit zum Essen in Restaurants mitgenommen.
Ich habe versucht ihn eigentlich zu allen Dingen mitzunehmen, wo es
möglich ist einen Hund mitzunehmen. Und so hat er sich an fast Alles gewöhnt.
Trotzdem, wenn Ihm was unheimlich ist, ist es so gut wie nicht möglich
ihn zu beruhigen.
Ich muss den Platz/Ort mit ihm verlassen und dann beruhigt er sich
wieder.

Andere Rüden werden entweder akzeptiert oder er unterwirft sich wie  ein Welpe
und tut überschwänglich alles, um gut Wetter zu bitten, was ja ein ganz normales verhalten ist
und auch den lieben Frieden bewahrt, aber ist der andere Rüde
erkenntlich unsicher und wahrt nicht die nötige Distanz zu Bruno,
kehrt Bruno vollkommen den Wolf heraus.
Ich habe noch nie einen Hund gesehen der so drohen kann. Genauso wie er
sich expressiv unterwirft, genauso eindrucksvoll droht er auch und setzt seinen vermeintlichen Rang durch.
Jedenfalls wenn ich es nicht früh genug bemerke, was kommt, gibt es so manches böses Blut mit anderen Hundebesitzern.
Es passiert nichts zwischen den Hunden, aber die meisten anderen Hundebesitzer sind reichlich schockiert, was ich auch nachvollziehen kann, das Bruno sich so rigoros verhält.

Ab dann, machen diese Hunde freiwillig einen riesen Bogen um Bruno.
Ich muss also immer dafür sorgen, das Bruno so weit von mir weg ist,
dass ich ihn immer im Augenwinkel habe und sehe wo kommt der nächste Hund, was ist das für ein Hund, was ist das für einen Besitzer, um dann zu entscheiden
ob Bruno zu mir kommen soll oder ich ihn zu diesem Hund lassen kann.

Ich benutze eine Eisenkette, die ich schmeisse, wenn er nicht hört und
so reicht jetzt alleine das Geräusch ihn davon abzubringen seinen Rang mal wieder zu zeigen.
Aber freiwillig tut er es nicht. Und das ist auch der Punkt.
Bruno ordnet sich unter solange man darauf besteht und achtet, besteht
man nicht darauf, versucht er sofort seinen Freiraum zu erweitern. Und ich glaube, dieses verhalten wird bei Ihm immer vorhanden sein.
Ich muss also immer aufmerksam mit ihm spazieren gehen.

Die Klassiker Jogger, spielende Kinder, Rollerblader und Rollerfahrer
haben einen unheimlichen Reitz auf ihn ausgeübt.
Aber diesen Reitz ihm zu nehmen war relativ einfach, war aber auch ein Punkt, wo ich am Anfang einfach immer achten musste, dass er sich nicht daneben benimmt.
Es war überhaupt nichts selbstverständlich, alles brauchte Regeln und
Nachsicht hat man selber auszubaden.

Nun zu dem was bei Bruno kein Problem darstellt.
Bruno hat nie mehr was in meiner Wohnung zerstört, als er fünf Monate alt war.
Und davor hat er auch nur ein Tischbein angenagt und in einem Teppich
ein Loch genagt, das war es aber auch.
Er hat sich nie aufgeführt, wenn er alleine gelassen werden musste in der Wohnung.
Mein Büro ist in meiner Wohnung, also ist er normaler weise nie allein.
Wenn es sein muss, ist es aber auch kein Problem.
Ich kann Ihn, wenn es sein muss mehrere Stunden allein lassen, genauso
kann ich ihn ohne Problehm im Auto lassen.
Er macht überhaupt keinen Lärm in der Wohnung, wenn er alleine ist.
Auch wenn ich arbeite akzeptiert er das und lässt mich in Frieden mein
Tagwerk tun.
Es ist nett zu jedem Besuch, der in meine Wohnung kommt, obwohl er da
dann auch gerne am Anfang gegenüber dem Gast aufdringlich wird.
Er ist sehr geduldig mit Welpen und noch nicht vollkommen
geschlechtsreifen Rüden und ist sehr gutmütig gegenüber Hündinnen und
kastrierten Rüden, von denen er sich alles gefallen lässt, was ich
aber auch manchmal nicht wirklich nachvollziehen kann, was er sich alles gefallen
lässt. Bruno ist kein Schlinger, was das Essen anbelangt und ich kenne
keinen Hund der einem ein Stück Fleisch so zart aus den Händen nehmen
kann, wenn man es ihm anbietet.

Wenn man mich fragen würde, ob ich Bruno genommen hätte, wenn ich
gewusst hätte wie anstrengend er wird und was für Schwierigkeiten er bereiten kann, würde ich sagen, ich hätte Ihn nicht aufgenommen als meinen Hund,
aber genauso muss ich sagen, dass ich mich von Ihm nie trennen kann.
Er ist ein so schönes Tier und wenn ich ehrlich bin, liebe ich das
Wilde an Ihm, was aber auch so vertraut und zärtlich sein kann.

Für mich stellt sich aber immer doch ein moralisches Problem, was
könnte ich Bruno geben, das er mal wirklich gefordert ist
und das ausleben kann, was ihm zum Hund, oder wenn man so will, zum
Wolfsabkömmling macht.
Eigentlich muss ich ihm das allermeiste verbieten, was er gerne machen
will und kann. Bruno könnte sich spielend selber ernähren,
was er nicht darf. Aber wenn ich sehe wie befriedigt Er ist, wenn Er
ein Mäusenest ausgenommen hat und mit den Mäusen erst spielt, genauso
wie eine Katze, bevor er sie auffrisst, merke ich halt, so richtig
glücklich kann kein Hund sein, der sein Essen immer im Napf findet.

Jedenfalls ist die Entscheidung für einen TWH keine vernünftige
Entscheidung, sondern eine emotionale und die Verantwortung, die man übernimmt ist sehr hoch.

Andreas

 

8.Gesendet von: HundeschulePfalz@t-online.de

Wir haben seit mehreren Jahren Tschechoslowakische Wolfshunde, haben uns auch
schon zahllose Hunde in den Ursprungsländern angesehen und haben gute Kontakte zu
den dortigen Zuchtverbänden. Da ich eine Tierarztpraxis habe in der ich auch
"Verhaltenstherapie" anbiete und mein Lebensgefährte eine große Hundeschule hat
in der er sich besonders auf z.T. sehr extreme "Problemhunde" spezialisiert hat
werden wir häufig mit den Fällen konsultiert, die sonst nicht unbedingt an die
Öffentlichkeit dringen (nebenbei: Tschechoslowakische Wolfshunde sind meiner
Erfahrung nach alles andere als narkoseempfindlich, ganz im Gegenteil!). Ich bin
daher wie Du der Ansicht, daß es nichts bringt eine Rasse zu glorifizieren, die
aufgrund ihrer Abstammung ganz extreme Probleme machen kann, was dadurch entsteht
sehen wir leider allzu häufig. Wenn ich mir einen Hund dieser Rasse zulegen
möchte muß ich mich nicht nur relativ gut in Hundeverhalten sondern auch etwas in
Wolfsverhalten auskennen und es schadet sicher nichts, wenn ich Canidenrudel
beobachtet habe. Die gängigen Hunderassen sind vom Sozialverhalten her betrachtet
in der Regel auf dem Status eines sehr jungen Wolfes stehen geblieben, echte
Dominanzprobleme sind deshalb normalerweise sehr selten, bei den üblichen
Problemen geht es um Privilegien wie zum Beispiel wer auf das Sofa darf, nicht um
die Alphaposition im Rudel. Bei TSW-Rüden ist das jedoch häufig anders, da diese
Rasse nicht über Jahrhunderte hinweg durchgezüchtet ist und dem Wolf relativ nahe
steht. Hier sehen wir regelmäßig massive Dominanzaggression gegenüber
Familienmitgliedern, die auch durchaus nicht ungefährlich sein kann, da im
Wolfsrudel Rangordnungskämpfe, wenn sie denn mal wirklich offen ausgetragen
werden, durchaus zum Tod eines Wolfes führen können. Man muß sich darüber im
Klaren sein, daß einen die lieben Kleinen schon im zarten alter von wenigen
Wochen ständig beobachten und ihre Grenzen austesten, da hilft nur kompromisslose
Konsequenz und absolute Klarheit wer in der Gruppe die Regeln aufstellt. Bei den
Problemfälle die wir bisher gesehen haben wurde dies nicht ausreichend befolgt.
Ein weiteres häufiges Problem ist übermäßige Ängstlichkeit, die bei dieser Rasse
zu durchaus tierschutzrelevantem Streß schon im normalen Alltagsleben führen
kann. Deshalb erstmal einige Worte zum Züchter. Es gibt mitlerweile einige
Züchter dieser Rasse, leider auch sehr schlechte. Bei allen Rassen aber besonders
bei dieser empfehle ich bei einem FCI-Züchter zu kaufen, der deutsche FCI-Verband
ist der VDH. Diese beiden Verbände sind auf den Papieren des Hundes vermerkt. Es
gibt beim VDH sicherlich einiges zu meckern aber zumindest ist ein Minimum an
Kontrolle der Züchter und der Hunde gewährleistet. Wenn man einen Zwinger
anmeldet kommt ein VDH-Beauftragter vorbei und kontrolliert die Bedingungen unter
denen die Welpen leben, die Haltung der übrigen Hunde und eine gewisse
Grundkenntnis über Zuchtmanagement des Züchters. Die Zuchthunde müssen HD geröngt
werden, die Aufnahmen werden von renommierten, zentralen, unparteiischen
Gutachtern beurteilt, die PRA-Untersuchung darf nur von wenigen Tierärzten
durchgeführt werden, die Hunde müssen zweimal auf einer FCI-Ausstellung von einem
deutschen Richter mit sehr gut beurteilt worden sein (letzteres ist mit Vorsicht
zu genießen, da deutsche Richter diese Rasse nicht gut kennen und es teilweise
schon zu etwas merkwürdigen Urteilen kommt. Deshalb selber den Standart gut
kennen, wenn ich evtl. ausstellen will). Ich kann von der Anmeldung unseres
Zwingers und der Abnahme unseres Wurfes nur sagen, daß beides sehr
gewissenhaft durchgeführt wurde. Leider kann jeder, dem sogar diese Anforderungen
und moderaten Kosten zuviel sind seinen eigenen Verein, Club oder sonstwas
gründen, sich das Pedigree selber schreiben und eigene Ausstellungen durchführen
und als einzig autorisierter Sachverständiger auftreten. Deshalb sehr große
Vorsicht und viele Nachfragen bei Nicht-FCI-Züchtern. Auch bei FCI-Züchtern
sollte ich mir alles mehrmals anschauen bevor ich dort einen Welpen nehme. Der
vorgeschrieben Abgabetermin nicht vor der achten Woche kann bei diesen Welpen zu
Problemen führen wenn der Züchter nicht einen extremen Aufwand bei der
Sozialisation betreibt, d.h. die Welpen schon sehr früh an Umweltreize der
verschiedensten Art, an fremde Menschen und andere Hunde als die Mutter gewöhnt.
Das diese Hunde in dieser Hinsicht sehr viel frühreifer sind als andere Rassen
ist eine Sozialisation die erst mit acht Wochen einsetzt fast zu spät. Unsere
Hündin, die wir mit 6 Wochen aus der Slowakei geholt haben zeigt heute noch
ängstliches Verhalten gegenüber slowakisch oder tschechisch sprechenden Personen,
besonders wenn sie noch nach Alkohol riechen, sie hat bei uns mit Sicherheit
keine schlechten Erfahrungen gemacht. Interessanterweise hat sie nichts gegen
andere Landessprachen. Eine Aufzucht auf einem isolierten Gelände und möge es
noch so schön sein, führt bei dieser Rasse fast immer zu zum Teil lebenslangen
massiven Problemen. Entgegen der Ansicht mancher Züchter ist wolfsähnliches,
ängstliches Verhalten bei dieser Rasse absolut unerwünscht. Die Rasse wurde als
Diensthund gezüchtet und wird auch heute noch in den Ursprungsländern als
Diensthund ausgebildet. Der TSW läßt sich zwar nicht von jedem Fremden antatschen
und betrachtet aufdringliche Zeitgenossen mit Widerwillen und Mißtrauen, normal
aufgewachsene Welpen ohne angeborene Ängstlichkeit sollten aber Fremden gegenüber
nach einem kurzen Beschnuppern aufgeschlossen und freundlich sein. In der Regel
sind sie eher aufdringlich. Von ängstlichen Hunden sollte ich unbedingt die
Finger lassen.
Sie beobachten ständig alles, sind sehr zielbewußt und tragen auch auf Grund
ihres großen Forscherdranges ein nicht zu unterschätzendes Zerstörungspotential
in sich. Fast alle Hunde dieser Rasse können schon im Alter von wenigen Monaten
Türen und Schubladen öffnen, was häufig schon nach kurzer Zeit nicht mehr witzig
ist!
Nennt man dann so ein Prachtexemplar sein eigen muß man trotzdem immer weiter
üben, es gibt besonders bei Eintritt der Pubertät immer wieder ängstliche Phasen
in denen man wieder Dinge üben muß die nie zuvor ein Problem waren. Trotzdem sind
TSW die vernünftig gezüchtet und aufgezogen worden sind selbstverständlich in der
Lage Menschenansammlungen, Großstadtverkehr und alle anderen Dinge dieser Art
problemlos zu meistern.
Ein weiteres häufiges massives Problem ist das nicht alleine bleiben wollen,
extreme Zerstörungswut in Wohnung oder Auto und Zusammenschreien ganzer
Stadtviertel sind bei dieser Rasse nicht ungewöhnlich, eher die Regel.Wir haben
dabei den Eindruck, daß es sich nicht um Angst sondern um Frustration und
Langeweile handelt, die größte Angst eines TSW ist es etwas zu verpassen. Deshalb
ist es extrem wichtig, daß schon ein kleiner Welpe lernt alleine zu bleiben. In
Wildcanidenrudeln werden die Welpen schon mit drei Wochen für kurze Zeit von den
anderen isoliert und lernen dadurch Frustration zu ertragen und damit umzugehen.
Trotzdem ist es in der Regel kein Fehler wenn man für Notfälle einen
ausbruchsicheren Zwinger hat in dem man den Hund ungefährdet mal einsperren kann.
Man kann sicher keinen Hund fünfzehn Jahre lang den ganzen Tag lang bei sich
haben.
Außerdem sollte man sich im Klaren darüber sein, daß im Rudel gehaltene Hunde
fremde erwachsene Hunde nicht als Bereicherung des täglichen Lebens sondern als
unerwünschte Eindringlinge auf ihrem Territorium betrachten, ein für Canidenrudel
völlig normales Verhalten, das aber trotzdem strikt unter Kontrolle gehalten
werden muß, zumal alle mir bekannten TSW üble Mobber sind, d.h. alle stürzen sich
auf den Unterlegenen oder Rudelfremden. Außerdem treten die erwachsenen Hündinnen
meistens anderen fremden Hündinnen gegenüber sehr dominant und unfreundlich auf.
Als Züchter dieser Rasse muß ich mir absolut darüber im Klaren sein, daß nicht
jeder der einen Hund von mir möchte auch einen bekommen sollte. Außerdem kann es
immer nötig sein, daß ich einen Hund zurücknehmen muß, weil die so sorfältig
ausgesuchte Stelle doch nicht die Richtige war. Der TSW, besonders die Rüden, ist
ganz sicher kein guter Anfängerhund - auch wenn es da schon Ausnahmen gegeben hat
- und auch Leute mit Hundeerfahrung mit leichtführigen Rassen stoßen häufig auf
große Probleme. Für den Kenner gibt es allerdings keine interessantere Hunderasse
und bei ausreichender Erziehung und Beschäftigung sind sie auch problemlose
Familienmitglieder. Unsere Hunde gehen regelmäßig mit in die Hundeschule oder
Praxis und leben mit Kindern, Katzen und Pferden konfliktlos zusammen.

 

7. Gesendet von: ulrich.russ@boomcomp.de

Liebe Tanja,
ich will Deine Anregung zur Veröffentlichung eigener Erfahrungen und
Meinungen zum Thema Wolfshunde gerne aufnehmen und nachfolgend ein paar
Gedanken und Beobachtungen mitteilen.(natürlich kannst u.sollst Du sie
ins Web stellen,wie v.g.)
Zunächst kurz zu mir:
Ich bin 38,wohne derzeit in Dresden, habe einen 5jährigen Twh -Rüden den
ich als 8wöchigen Welpen in der Tschechei gekauft habe. (hab`mich auch
als "smartwolf" im Internet-Club vorgestellt)
Seither lebe ich mit meiner Partnerin und "Lupus" zusammen in einer
geräumigen Altbauwhg., wobei der Hund von Anfang an stets bei uns im
Haushalt aufgewachsen ist. (Zwinger halte ich bei Einzelhaltung für
völlig daneben...)
Da ich mich schon seit vielen Jahren mit Hunden u. auch Wölfen
beschäftigt habe, glaube ich inzwischen auch ein paar Kenntnisse zu
haben.
Es erscheint mir wesentlich, auf mehrere Punkte hinzuweisen und zu deren
Diskussion bzw. Erläuterung beizutragen:
1.)Zuchtprobleme beim Saarloos (PRA,HD,Wesensschwäche,weitere
rassegeschichtlich bedingte
Inzuchtfolgen) sowie (In)-Zuchtschwierigkeiten in der Hundezucht
allgemein.
2.)Häufige Probleme bzw. Unterschiede zwischen vielen "normalen"
Hunderassen und den beiden
Wolfshundrassen.
3.)Hybridenproblem (Direkte Kreuzungen Wolf/ Haushund)
Weil die ausführliche Stellungnahme zu den v.g. Themen den Rahmen dieser
Mitteilung natürlich völlig sprengen würde, will ich hier derzeit nur auf
den 2. Punkt eingehen, da ich annehme ,daß sich der Besucher im Internet
dafür am Meisten interessiert und ich hier auch besonders aus eigener
Erfahrung sprechen kann.
Ohne zu generalisieren, da es auch immer sehr auf die Art der Aufzucht u.
Haltung sowie die individuellen Unterschiede zwischen den einzelnen
Tieren ankommt, möchte ich folgende Beobachtungen mitteilen:
--Wolfshunde (zumindest die Tschechen) neigen mehr als viele andere
Rassen zum Jagen, wobei sie ausser der Jagdlust auch eine grosse
Jagdfähigkeit mitbringen. (Ähnlich wie Wind- oder Schlittenhunde) Also
bitte Vorsicht!
--Wolfshunde sind ausgesprochene "Spätreifer" ,d.h. vor allem im
Verhalten sind sie erst mit 2 oder sogar 3 Jahren voll erwachsen.
--Wolfshunde benötigen zur körperlichen Leistungsfähigkeit
proteinreicheres und wenn möglich in der Jugend auch
kalorien-u.kohlenhydratärmeres Futter.(Ich gebe "Eukanuba"& alle Arten
von Fleisch ,Schlachtabfällen u. Knochen, besonders Rippen)
--Viele Wolfshunde reagieren sehr empfindlich auf die gängigen
Narkosemittel. Bitte unbedingt vorab mit dem Tierarzt sprechen!
--Wolfshunde brauchen dringend eine gute Sozialisierung und wollen ,wie
eigentlich alle Hunde,
nicht alleine gelassen werden. Dabei neigen Wh. wohl besonders zur
Zerstörung von Wohnungseinrichtung /Autopolstern usw. ,als
"Verzweiflungsreaktion" ,falls dies nicht ausreichend
berücksichtigt wird und kein allmähliches Steigern von
"Alleinlasszeiten" erfolgt. (Aus eigener
schmerzlicher Erfahrung gelernt)
--Wolfshunde haben noch recht trennscharfe und wenig abgeschwächte
Instinkte ,das bedeutet daß
der Halter unbedingt Kentniss über Hundeverhalten haben und diese auch
richtig und konsequent
umsetzen können muß.
Wer einen sehr führigen und auf Kommando stets und vielfach
hintereinander exakt gleich reagierenden Hund möchte,der ist mit einem
Schäferhund oder einer anderen sog. "Diensthunderasse" wesentlich besser
bedient!
--Letztlich habe ich noch die Erfahrung machen müssen, daß diese Rassen
aus naheliegenden Gründen auf bestimmte Leute (vor allem Männer) mit
zweifelhaftem Verhalten und Motivation
(um unschönere Bezeichnungen zu vermeiden), eine hohe Anziehungskraft
ausübt.
Daher sollten m.E. alle vernünftigen und etwas "im Thema stehenden"
Besitzer eines Hundes dieser
Rassen wo immer möglich Aufklärungsarbeit leisten.
In der Hoffnung, dazu vielleicht einen kleinen Beitrag geleistet zu haben
verbleibe ich

Tschüss und "heul" Ulrich alias smartwolf

6.Gesendet von :Gerhard Bust

Hallo Tanja!
mit einer so schnellen antwort hätte ich nicht gerechnet. Ich bin erfreut.
nun zum Hund.
meine Tana ist 4 Jahre jung. mit 8 Wochen habe ich sie zum Geburtstag
geschenkt bekommen. Seit dem sind wir jeden tag mindestens 18 Stunden zusammen.
wir drei ( Tana, Sunny und ich) sind selbständige Bauunternehmer und haben
viel zeit für einander.
Das Sozialverhalten der Wolfshündin ist beispielhaft. Sie erzieht unsere
Sunny fast ganz allein. Sitz, platz, bei fuß... das ist alles kein Thema.
bevor wir selbständig wurden (vor knapp 1,5 jahren) waren wir beide in einem
Sicherheitsunternehmen tätig. dabei hatte die Tana Gelegenheit, ihre
Fähigkeiten unter beweis zu stellen. Auf ihr Konto gehen 3 Verhaftungen. Sie ist bei der
Polizei in Eschwege bestens bekannt und sehr beliebt.
Ihr ausgeglichenes Wesen wirkt auch beruhigend auf andere Hunde.
Sie verfügt über einen ausgeprägten Spürsinn und ist sehr ausdauernd.
Alles in allem ist sie für mich der beste Hund der Welt.

schönes Wochenende

busty
Hallo Tanja!

du wolltest wissen wie ich meine Tana erzogen habe.

mit viel liebe und Streichleleinheiten.
Seit der 8ten Woche haben wir mit viel spielen gelernt.
Mit ihrem Bällchen konnten wir am besten trainieren.
Sitz: wenn sie es haben wollte
Platz: wenn ich es werfen sollte.
Bei fuß: wenn wir nach hause gingen.
Zur Belohnung immer ein Leckerchen.
mit Einbruch der Dunkelheit sagte ich immer wenn uns jemand
entgegen kam: paß auf.
Reaktion: Ohren hoch und leise knurren. Niemals hat sie gebellt
nur wenn jemand schnell auf mich zu kam dann hat sie gebellt.
Beim stellen von fremden Personen auf Entfernung, lief sie nie
direkt auf die Person zu, sondern versuchte immer von der Seite
oder von hinten heran zu kommen. Gelang ihr das, fing sie immer erst
1-2meter vor ihrem ziel an zu bellen.
im Gegensatz zu meinem SH Rüden, den ich bis dahin noch hatte.
der ging sein Ziel immer laut bellend direkt an.
Tana ist sehr dominant. Sie ist Boss ihres kleinen Rudels, bestehend
aus einem SH Rüden (3 Jahre) und einer SH Hündin ( 7 Monate).
wenn ich dabei bin, darf knurrt sie alles an.
bin ich nicht dabei spielen alle 3 miteinander.

soviel ersteinmal

mfg

busty

 

5.Gesendet von : Canislupus211833@aol.com

Hallo Tanja! nach jahrelangen warten, und Überlegungen ob Welpe, oder
erwachsenes Tier. haben wir uns entschieden für ein Tschechoslowakischen
Wolfshund aus zweiter Hand. trotz möglichen negativen Erfahrungen die das
Tier gemacht haben könnte. da sie ja schon vermittelt war, haben wir bisher
nur positives an Cheyenne 17 Monate alt, kennen gelernt. Wir haben sie von
aus Bochum bekommen, sie versteht sich ganz gut mit anderen
Hunden, solange sie nicht anfangen zu bellen, dann fängt sie an zu knurren
und schiebt eine bürste, ansonsten ist sie kein Beisser. Mit unseren Kater gab
es am Anfang Probleme da sie eifersüchtig auf ihn war, wenn er in unsere nähe
saß, hatte sie öfter nach ihn geschnappt, mittlerweile ignoriert sie ihn sie
hat das Intresse an ihn verloren und es klappt jetzt prima. Ohne Leine sie
laufen zu lassen und das sie auf zu Ruf kommt klappt auch sie ist sofort da
auch wenn da gerade ein anderer Hund ist. in Menschenmengen und im
Strassenverkehr zeigt sie keinerlei Scheuheit. Fremden Menschen begegnet sie
teilweise mit knurren die sich uns nähern, oder schwanzwedelnd
freundlich. Cheyenne ist ein tolles Tier und wir würden uns immer wieder ein
Tschechoslowakischen Wolfshund in die Familie holen. Auch einen älteren aus
Tierheimen. Vieleicht nicht alle dieser Rasse sind so vom Verhalten
problemlos, wir hatten nur grosses Glück bis jetzt mit ihr. Was ich andren
Besitzern nur weitergeben kann . Schöne Grüsse von Familie Papke.      

4.Gesendet von :Christina.Heinzelmann@t-online.de

Wir kennen unseren Rüden seit er 3 Wochen alt war. Seitdem haben wir ihn bis
zum Tag der Abholung mind. 2x die Woche besucht.
Mit 8,5 Wochen kam "Asgard" dann zu uns nach Hause. Dort erwartete ihn
bereits der vor einer Woche eingezogene 12 Wochen alte Deutsche Bracken Rüde
"Elrond".
Die beiden mochten sich gleich.
Asgard ist ein wesensfester Rüde. Nach einigem Versuch und Irrtum hat er
schnell begriffen, wo er im Rudel steht. Er testet dies jedoch ab und zu
wieder an.
Gegenüber fremden Menschen ist er sehr aufgeschlossen. Über Besuch freut er
sich extrem. Auf Kinder fährt er total ab, so daß man etwas aufpassen muss,
da er für diese einfach zu grob ist.
Unbekannten Hunden begegnet er zunächst mit Skepsis und dann mit extremer
Unterwürfigkeit. Selbst durch agressives Verhalten läßt er sich nicht
abschrecken.
Man kann ihn überall mit hinnehmen. In einem Restaurant liegt er brav unterm
Tisch, bis man wieder geht.
Im Auto bleibt er alleine (sogar ohne seinen Kumpel) und ihren Zwinger
lieben beide, weil man da so tolle Löcher graben und Decken zerrupfen kann,
ohne dass einer schimpft!
Zu Hause lasse ich sie nicht lange (bis jetzt max. 30 min), weil ich danach
höchstwahrscheinlich kein Wohnzimmer mehr hätte, aber es wird nur geheult,
wenn einer ganz alleine sein muss. Das liegt allerdings daran, daß keiner
der beiden je gelernt hat ganz allein zu sein (außer im Auto).
Asgards Jagdinstinkt ist stark ausgeprägt, da ich aber selbst Jägerin bin
und die Jäger kenne, wo ich spazieren gehe, ist es nicht so schlimm, wenn er
denn mal kurz jagt (denn lange bleibt er eh nicht weg, weil er merkt, dass
die Rehe zu schnell sind).
Schon als Welpe hat er die selbe Schule genossen wie mein Jagdhund, d. h. er
hat gelernt auf der Schleppe und der Rotfährte zu arbeiten, wobei er
sicherer/ruhiger arbeitete als mein kleiner Jagdhund.
Gehorsam und Unterordnung beherrscht er gut. Sitz, Platz, Bleib, Bei Fuß,
Halt... ist kein Problem, außer etwas anderes ist interessanter, dann sind
die Ohren auf Durchzug gestellt.
Ansonsten ist er ein sehr verschmuster Hund (wenn er denn will!), z. B.
liegt er immer im Bett, wenn ich alleine zu Hause bin und dann kann es nicht
eng genug sein.
Seine Wachsamkeit ist schon stark ausgeprägt, jeder Pilzesammler im Wald
wird entdeckt. Dann stellt er den Kamm und knurrt, so daß ich darauf
aufmerksam werde und ihn dann lobe und beruhige. Er läuft jedoch nicht hin,
um die Person zu stellen. Bis jetzt ist es mir 2x passiert, dass er
entgegenkommende Spaziergänger verbellt hat, wobei ich nicht weiß warum.
Irgendwie waren ihm die Personen nicht geheuer, denn normalerweise freut er
sich über jeden, der an ihm vorbeiläuft.
Er liebt seine Tierärztin, obwohl sie ihm aufgrund seiner Verdauungsprobleme
schon mehrere Male Blut genommen und ihn gespritz hat, wobei er sich als
sehr wehleidig zeigt.
Da er erst 9 Monate alt ist, kann keiner sagen, wie er denn einmal als
erwachsener Hund sein wird. Warten wir es ab.
Grüße Christina

3.Gesendet von: hobbyhundezucht@aon.at

Hallo,
dem Beitrag von Frau Berk stimmen wir zu. Auch wir hatten in einer
Hundezeitschrift einen Artikel über den TWH gelesen und uns über den
sogenannten "Obmann vom Österr. Club" einen Welpen reserviert, der uns
versicherte, dass diese Hunde alle von Gesundheit nur so strotzen, da sie ja
Wolfsblut in den Adern haben. Weiters sagte er das diese Hunde aus HD-Freier
Zucht sind. Als wir dann die Ahnentafel bekamen mussten wir feststellen das
Cinja`s Mutter HD hatte. Cinja selbst hatte schwere HD und zudem bekam sie
einen Tumor in der Lunge dem sie schließlich erlag. Cinja, die leider nur
ein sehr kurzes Leben von 18 Monaten hatte, war durch die Sozialisierung in
unserem Hunderudel ein wundervoller Hund den wir sehr vermissen.

Erfahrungen mit unserer Cinja:

Mit 7 Wochen bekamen wir unsere Cinja und integrierten sie in unser damals
noch 20 köpfiges Hunderudel, gemischt mit Chihuahua und deutschen Spitzen.
Im Rudel lernte sie sich ein- und unterzuordnen und wurde zugleich auf
kleine Hunde sozialisiert, aber auch von ihnen miterzogen. So baute sie beim
gemeinsamen Spaziergang eine starke Rudelbindung auf, welche sich auch
späterhin gut bewährte.

Doch entwickelte sich auch mit ca. einem Jahr ihr Jagdtrieb, als auch ihr
Schutztrieb wenn beim Spaziergang Welpen unter 6 Monaten aus unserem Rudel
mit waren. So mussten wir noch umsichtiger handeln und agieren. Fremde
Personen wurden zuerst ausgewufft, zeigten sie darauf keinen Respekt stellte
Cinja vom Nacken bis zum Schwanzansatz die Haare auf und fletschte bei
Bedarf sogar die Zähne. Ansonsten war Cinja friedlich und sozial gegenüber
anderen Hunden, suchte sich ihre menschlichen Freunde jedoch selber aus. In
der Familie war Cinja zart und umgänglich zu Kindern, und sogar unseren
älteren Chihuahuarüden unterwürfig und ergeben. Durch ihre starke
Rudelbindung zu uns hatten wir ihren Jagdtrieb immer gut unter Kontrolle.

In der Erziehung war vor allem die Konsequenz und die Liebe ausschlaggebend.
Mit ca. 3 Monaten besuchten wir als Zuseher einen Hundeplatz in unserer
Nähe, doch leider fühlte Cinja dort Stress und Angst, was nicht gut für ihre
Sozialisierungsphase war. So entwickelte sie Scheu vor den Menschen und
speziell vor diesen Platz, was sie mit sechs Monaten richtig zum Ausdruck
brachte, indem sie dort entweder nicht aus dem Auto stieg oder sofort die
Flucht ergriff. (Gewalt, Leinenruck und Schreie sind in der Erziehung von
Wolfshunden falsch am Platz). Deshalb fuhren wir in Zukunft zu einer 80 km
entfernten Hundeschule wo mit Clicker und Futterbelohnung gearbeitet wird,
so entwickelte sich Cinja zu einen guten Begleithund. Diese Hundeschule
besuchen wir auch heute noch wöchentlich.

Wir haben jetzt wieder einen TWH-Welpen aus einer deutsch- ungarischen
Verpaarung wo beide Elterntiere HD-frei sind und hoffen mit unserer ISIS
mehr Glück im Bezug auf Gesundheit zu haben. Denn trotz allen, sind die
Wolfshunde bei Wolfsgerechter Erziehung für uns wundervolle Partner.

Mit freundlichen Grüßen
Kurt und das Sagi Rudel

Das Rudel ist zu bewundern bei
http://www.hund.at.tt
Telefon: 0043 (0)900 470018

 

2.Gesendet von: holla_64@web.de

hi Tanja!
ich hatte auch einen Tschecheslowakischen Wolfshund,es war ein 2jähriger kastrierter Rüde.
Ich kannte die Rasse noch gar nicht,aber es war mein Helferdrang,dieses völlig überfutterte Tier mitzunehmen.
Er lebte mit 7 Rüden in einer 2 Zimmerwohnung und galt als genügsam,Kinderlieb und Katzenfreundlich.Angeblich bliebe er problemlos allein zuhause,und überhaupt wolle er nur seine Ruhe haben.
Ich nahm gleich mit einer Hundeschule Kontakt auf,die ihn  kannten.Dort bekam ich gute hilfreiche Tipps,vor allem den Hinweis,dieses Tier sei völlig apathisch......so wäre er nie gewesen....und er würde auch wieder "wilder" sprich lebendiger werden....
Nachdem er abgespeckt hatte und nach 8 Wochen unsren Lebensrhythmus erfasst hatte,wurden erste Merkmale erkennbar.
Ich nahm Kontakt zu Claudia auf,und bekam auch von andren immer wieder den Hinweis...typisch Wolfshund.......
Unser Bordercollie,zum Glück eine Hündin;hatte sich stark zurückgezogen.Ihr war einfach klar,dass sie nichts mehr zu melden hatte,der Hund hatte es  nie deutlich vertreten,aber es war klar.
Der Wolfshund begann,mich ganz für sich zu beanspruchen,wenn er alleine bleiben musste,biss er unsre Türklinke fast durch.
Er blieb dann also mit den Kindern alleine,damit er sein Rudel hat,aber nein,sie bedeuteten ihm nichts....er sprang mit Anlauf gegen die Terassenscheiben!
Also blieb er dann wenn es unbedingt sein musste mit unsrer Hündin zuhause.....da hat er dann alles eingekotet..eine wahre Strapaze für alle Beteiligten.
Gegen den Jagdtrieb arbeiteten wir ihm die Discschelle nach G.Bloch ein.....das half gut bei Schafen,nur die Pferde am Haus...die wurden fast zur Weißglut gebracht.Obwohl sie ihn gezielt traten,war er  nicht abzuhalten.
Also musste er wieder ins Haus und das alte Spiel mit Klinke oder Terassentür ging weiter.
Mir wurde auch in Gesprächen gesagt,das das Verhalten der Rüden älter als 3 lange nicht mehr so gutmütig sei...auch das noch!
Ich sah mich gezwungen,dieses Tier weiterzugeben,mein ganzes Familienleben wurde durch ihn bestimmt auf eine sehr dominante Art,obwohl er sich bei mir unterwürfig zeigte.
Durch meine Suche nach einem geeignetem Besitzer wurde mir erst klar gesagt,wir typisch genau diese Punkte seien,und das der Hund im Alter noch stärker seine Rhythmen und Gewohnheiten durchsetzen werde,und in aller Regel auch Rüdenunverträglich werden wird.
Es war eine große Erfahrung,aber mit Sicherheit mein letzter Wolfshund gewesen sein.Da ich vor allem das Leid dieses Hundes sah,kann ich diese Rasse nicht wirklich als faszinierend empfinden,denn nicht selten werden die Hunde oft weitergereicht,das sie nicht einfach zu halten sind.Man sollte wirklich ehrlich mit sich sein,ob es realistisch ist,so einem Tier ein gerechtes zuhaue zu geben.
Ausserdem werden sie nicht selten älter als 15,vorausgesetzt sie sind gesund,das soll also gut überlegt sein,ob man einen solchen Hund über solange Jahre halten kann.
Nun ist er bei einer Frau die ohne kinder lebt und den ganzen Tag zuhause ist.Es klappt gut,und ich kann nur hoffen,das es auch noch in einem Jahr gut klappt,denn eines tun sie wohl alle,sie suchen sich ihre Lücken selbst.
liebe Grüße
Penny Hollmann

 

1.Gesendet von: Uschi.Berk@gmx.at

Hy Tanja!

Hab schon einen Eintrag ins Gästebuch gemacht.
Was mir persönlich noch ein Anliegen wäre, bitte weise
doch nochmal ausdrücklich darauf hin, z.B. keine Hunde
aus der Tschechoslowakei o.Ä. zu "schmuggeln". Diese Hunde
sind meistens verwahrlost und hochgradig krank.
Ich bin leider selbst so einem Irrtum erlegen. Ich habe eine Seite
in einem Hundemagazin gefunden mit einer Einschaltung:
Verein für Tschechoslowakische Wolfshunde: Von Anfang an
war ich fasziniert von dieser Rasse. Da ich aber ein sehr vorsichtiger Mensch
bin, bin ich sogar noch vorher auf die Welthundeausstellung in Nitra!!! gefahren
um mir selbst ein Bild zu machen. Dort hab ich auch Claudia das erste Mal gesehen.
Dann mit ich zu dem Vorstand des Vereines nach Wien gefahren um mir auch da ein
Bild zu machen. Zwei wunderschöne große Wolfshunde kamen mir bei der Eingangstüre
einer Wohnung im 4.!!!! Stock entgegegen. Die Wohnung selbst ein Chaos, kein Balkon,
das Herrli ziemlich korpulent und im selben Zustand wie seine Wohnung. Die Hunde waren
freundlich, es gab keine Probleme - und trotz allem war ich hin und weg. Da stand er mein
Traumhund - der auch in einer kleinen Wohnung mitten in der Stadt gehalten werden kann.
Welch ein fataler Irrtum meinerseits.
Die Infos des "Vereinsvorstandes" deckten sich auch nur sehr wenig, mit meinen späteren
Erfahrungen dieser Rasse. Vor allem war sein Züchter direkt in der Slowakei. Auch da fuhr ich hin.
Längst schon geblendet von diesen wunderbaren Hunden, sah ich Shadow das erstemal im Alter von
drei Wochen.
Naja, mit sechs Wochen holte ich ihn von Wien!!! ab. Die Papiere waren alle in Tschechisch ausge-
stellt. Nunja - wie kann es anders sein, Shadow hat mittlere bis schwere HD, was mir vom neuen
Besitzer gesagt wurde. Seine Schwester Cinja, kam nach Kärnten in Österreich ist bereits daran ge-
storben. Schlimm sowas!
Warne bitte nochmal vor "Blauäugigkeit" gegenüber fremden Züchtern!!!!
Liebe Grüße
Uschi

 

Copyright © by Tanja Brinkmann